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Kapitale Aale beangeln
(1 Leser) (1) Gast

THEMA: Kapitale Aale beangeln

Aw: Kapitale Aale beangeln 05 Jan 2019 19:09 #19008

Aw: Kapitale Aale beangeln 05 Jan 2019 19:11 #19009

irgendwie bekomme ich den link nicht rein ??????administrator hilf?

Aw: Kapitale Aale beangeln 10 Jan 2019 23:26 #19040

  • Tincer
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Ich bin zwar kein Admin. oder Mod., kann aber weiterhelfen:

swrmediathek.de/player.htm?show=8b98a0d0...e8-9a07-005056a12b4c

Du must vorne beim "https" das "s" rausnehmen.
Ich angele, um dem Lärm der Welt zu entfliehen.
Letzte Änderung: 10 Jan 2019 23:39 von Tincer.

Aw: Kapitale Aale beangeln 11 Jan 2019 18:59 #19047

hallo tincer,
danke dir für den tip .den link hast du ja schon veröffentlicht,da kann jeder den film ansehen.petri zp

Aw: Kapitale Aale beangeln 12 Jan 2019 13:28 #19062

  • Ansitzer
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Moin,
zu diesem Thema wird wiederholt auf Bestände in „geschlossenen Gewässern“ hingewiesen, aus denen die Blankaale nicht abwandern können.
Ich frage mich, ob das wirklich so ist?
Wiederholt habe ich gelesen, dass Aale über Land wandern können. Dies liegt an ihren besonderen Kiemen, Kiemendeckeln, und sie sollen auch Luft über ihre Haut aufnehmen können.
Ich habe persönlich noch nie einen Aal bei einer Landwanderung von einem zum anderen Gewässer gesehen. Es gibt aber zahlreiche Berichte hierzu. Also scheint es keine Legende zu sein. Ich habe sogar mal in einer Reportage gehört, dass Landwirte vor langer Zeit auf ihren Elbwiesen Landreusen zum Aalfang aufgestellt haben, zu bestimmten Zeiten.
Aalen soll es möglich sein, über Tage über Land zu wandern, soweit gute Voraussetzungen, insbesondere ausreichende Feuchtigkeit, vorliegen.
Wenn das so ist, dann dürfte es keine wirklich isolierten oder an der Abwanderung behinderten Aale in abgeschlossene Gewässern geben. Und wenn ich hier bei mir in der Gegend zu gucke, dann sind hier so viele Gräben, die erstaunlich vernetzt sind und irgendwie auch irgendwann in Kanäle, Teiche, bis hin zum Wattenmeer führen. Also hier bei mir in der Gegend müssten die Aale ganz gut auch aus den Kieskuhlen pp. abwandern können.

Was ich mal gesehen habe war Folgendes. In einem kleinen Kanal hatte sich das Wasser im Sommer sehr erwärmt. Offenbar war durch die Wärme, Algen usw. der Sauerstoffgehalt gesunken. Tatsächlich konnte ich Aale beobachten, die mit ihren Köpfen einige Zentimeter aus dem Wasser ragten und an der Schlammkante, nahe Wasseroberfläche lagen. Dabei hatten sie „dicke Backen“ gemacht, also scheinbar in dem Bereich der Kiemen Luft in die Kiementaschen gepumpt. So oder so ähnlich, gehen die Aale vielleicht auch bei ihren Landgängen vor.

Interessant finde ich auch, dass Aale, wenn sie am Land vom Haken fallen, ruck zuck Richtung Wasser schlängeln. Also nehmen sie irgendwie das Wasser wahr und werden so auch wohl bei Landgängen immer von Wasser zu Wasser finden.

Gerold
Letzte Änderung: 12 Jan 2019 13:30 von Ansitzer. Begründung: Rechtschreibung

Aw: Kapitale Aale beangeln 14 Mai 2019 12:13 #19584

  • roadtoruin
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Ich hole das Thema mal wieder hoch, jetzt ist ja wieder Saison.
Ich habe Ende der 80er angefangen am Rhein auf Aale zu angeln, Topköder war damals der Käsewürfel. Bis Mitte der 90er waren 20 Aale am Abend vollkommen normal, Spitze waren 104 Aale mit einer Rute in einer kompletten Nacht. Allerdings war ein 70er schon fast ein Ausnahmefisch, die kamen dann eher ab und zu beim Zanderangeln mit Köfi.
Ich denke so um 97/98 rum habe ich dann Sidley´s "Aale" (eines der wenigen guten Bücher die tatsächlich ins Deutsche übersetzt wurden) in die Finger bekommen und einfach mal ganz billig alle Techniken kopiert, das hat sich gelohnt. Befischt habe ich dann fast ausschließlich kleine Parkteiche mit 1-2ha. Die waren damals städtisch und wurden wegen fehlender Abwanderungsmöglichkeiten schon lange nicht mehr besetzt. In einem dieser Teiche fing ich nie einen Aal unter einem Kilo, der beste hatte knapp 4kg bei glatt 100cm. Dafür gab es auch nur maximal 1-2 Bisse pro Ansitz. Der einzige Fehler den man dort machen konnte war zu weit auszuwerfen, bei maximal 1,5m Wassertiefe habe ich ausschließlich direkt unter der Rutenspitze in 30cm Tiefe gefangen, das Ufer war stark verschlammt und ich habe die Uferseite befischt in der Blätter und Unrat angetrieben wurden. Allein wäre ich da nicht drauf gekommen, ohne die vorherige Lektüre hätte ich mich wohl nie getraut so nah und flach zu fischen.
Ich habe mich immer mindestens 5m vom Ufer hingesetzt und Licht vermieden, so flach ist jede Beunruhigung tödlich. Geangelt wurde immer mit original Sidley-Rig, ich wollte das Stahlvorfach auch nie missen, entscheidend war der Widerstand beim Abziehen, nicht die Sperrigkeit des Vorfachs. Das war für einige Jahre eine wirklich tolle Angelei, zudem völlig exklusiv da dort niemand auf Aal fischte.

Warum ich heute nicht mehr gezielt auf Aale fische ? Ich muss da ganz ehrlich sein, es gibt wohl kaum einen Fisch bei dem die Release-Quote bescheidener ausfällt als beim Aal, egal ob man 2/0er Haken fischt, sofort anschlägt, vorsichtig abhakt....es werden definitiv immer nicht wenige Fische sterben, vermutlich auch von den vermeintlich unversehrten. Noch dazu gibt es für mich kaum eine Möglichkeit ein wirklich ansprechendes Foto zu bekommen. Rumdoktoren mit Beruhigungsmitteln ist für mich indiskutabel, das grenzt an Perversion.
Mein oben aufgeführter PB hat innerhalb von Sekunden ein 20er Rotauge verschlungen und einen Full-Run hingelegt, der hing tief im Magensack, er musste deshalb mit, schmeckte scheußlich und hat mir das Specimen Hunting auf Aal nachhaltig verdorben.
Kapitale Aale sind steinalt, und ganz abgesehen von Seltenheit und Schadstoffbelastung habe ich viel zu viel Respekt vor diesen alten, geheimnisvollen Schlangen um sie zu entnehmen.

Zum Abwandern sei noch anzumerken, neben dem Parkteich fließt in ca. 30m Entfernung ein Bach mit damals sehr gutem Bestand an kleinen und mittleren Aalen...zumindest denen fehlte offenbar in beide Richtungen die Motivation zum Landgang.

Jens
...einfach angeln.

Aw: Kapitale Aale beangeln 14 Mai 2019 13:05 #19586

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Moin Jens,

toller Bericht. Ich kann sehr gut verstehen, dass Du auch den Spaß an der Aalangelei verloren hast. Ist wirklich sehr schade, wie katstrophal sich der Bestand in den letzten paar Jahrzehnten und Jahren verringert hat. Einen Aal von 4kg habe ich noch nicht beim Angeln gesehen. Mein PB habe ich Mitte der 90er gefangen. 86 cm lang und 1,6 kg schwer. Ein wirklich großer und dicker Aal, aber Deiner war da noch eine ganz andere Klasse.
Wie Du, musste ich schon bei meinem Aal feststellen, dass er leider nicht schmeckte. Obwohl ich ihn zum Räuchern zu einem Berufsfischer gegeben habe. Ich gehe davon aus, dass der Mann alles richtig gemacht hat. Der Aal war zäh, wenn man hineinbiss knarzte es, als wenn man in ein dickes Seil hineinbeisst, grauenhaft. Tut mir heute noch leid, wenn ich das erinnere. Das hätte ich mir und dem Aal vor allem, gerne erspart.
Ich gehe demnächst wieder für eine Nacht ans Wasser. Ich werde auch mit Köderfisch angeln, die Köder allerdings aufgepoppt über Grund anbieten und große Rotfedern nehmen. Ich hoffe so, an den Aalen vorbei zu angeln und den einen oder anderen Zander oder Hecht zu erwischen.
Das Aale auch auf große Köderfische gehen, habe ich in meiner Kindheit öfter beobachtet. Damals war das Angeln mit dem lebenden Köderfisch noch erlaubt und wurde in Ostfriesland auch lebhaft praktiziert. Sehr gerne verwendet wurden Karauschen, weil sie lange am Haken durchhielten...war eben eine andere Zeit...
Die Köderfische wurden damals noch sehr oft auf "Köderfisch-Ketten" mit einem großen Drilling gezogen, Große Wasserkugel montiert und oft alles direkt unter der Rutenspitze plaziert. So grobschlächtig sich das alles anhört, es brachte regelmäßig Hechte. Das Material war insgesamt viel gröber und schwerer als heute.
Und als Beifang gab es ab und an einen fetten Aal.
Die lebenden Köderfische suchten nämlich gerne das nahe Ufer auf und "butscherten" dann nahe der Grasnarbe herum. Da waren sie vor den Hechten ziemlich sicher ...aber wurden ab und an von den Aalen geschnappt. Samt Kette und Drilling. Diese Beobachtungen waren der Hauptgrund dafür, warum ich in meiner Jugend begann, den Aalen ufernah nachzustellen. Insoweit decken sich unsere Erfahrungen hier ganz offensichtlich.
Ich wünsche mir, wünsche uns, sehr, dass sich die Aalbestände wieder erholen. Die Aalangelei ist wirklich faszinierend.

Gerold

Aw: Kapitale Aale beangeln 14 Mai 2019 20:09 #19587

  • Tincer
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roadtoruin schrieb:
Der einzige Fehler den man dort machen konnte war zu weit auszuwerfen ...


Den Fehler machen aber die Meisten.

Was tief gehakte Fische angeht, Schnur abschneiden, fertig. Dem Aal passiert nicht viel, der wird den Haken los.

Woher weiß ich das?
Ich habe in der Berufsfischerei oft mit Schnüren gefischt, die Haken brauchte man später nur aus den Transportbehältnissen herauszusammeln. Keine Ahnung wie aber sie wurden diese Haken schneller los als geahnt.
Aalschnur zu spät heben und die ist leer. So wie es hell wurde verabschiedeten sich die Fische, übrig blieben verschleimte Mundschnüre.
Ich angele, um dem Lärm der Welt zu entfliehen.
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