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Der Aal, das "unheimliche Wesen"...
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THEMA: Der Aal, das "unheimliche Wesen"...

Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 02 Jun 2014 20:18 #10824

  • HerrJanssen
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Nachdem ich mit feinen Methoden und kleinen Ködern nur sehr mäßig erfolgreich war, musste ich gestern variieren und habe einen Teppich aus Partikeln (gekochter Futtermais und ebensolcher Weizen) ausgelegt, um darin mit einer Mais-Doublette am Haar mein Glück zu fordern. Dummerweise wollte das nicht so laufen, wie ich es mir vorgestellt habe und da schlicht nichts beißen wollte, musste ich mein letztes As zücken: Frühstücksfleich. Flott einen Würfel geschnitten, ein Stückchen von einem Schwarzerlenblatt zur Sicherung mit aufgezogen und ab in den Futterteppich damit!
Damit das leckere Zeug am Haken auch entsprechend gefunden werden konnte, habe ich noch ca. 12-15 kleinere Würfel geschnitten und diese in den Teppich geschossen. Doch auch da: Nix!

Nachdem ich um viertel nach elf abends so langsam ans Aufbrechen denken musste, da am nächsten Tag das Büro rufen würde, habe ich kurzfristig meine letzten Partikel „verschossen“ und mich noch für ein paar Minuten setzen wollen.

Fast unmittelbar nach dem Hinsetzen bemerkte ich einen recht heftigen Zug am Winkelpicker, (angesichts größerer zu erwartender Fische etwas getunt: 1,5oz-Spitze, 0,22er Hauptschnur, sowie 8lb Kryston Merlin als Vorfach für den 6er Öhrhaken), den ich sofort kräftig quittierte.
Der Picker bog sich beeindruckend und die heftigen Schläge ließen einen schönen Drill vermuten. Der Fisch schoss zwischenzeitlich auf mich zu und ich hatte Mühe die Spannung aufrechtzuerhalten. Einige Minuten später, konnte ich den dann immer noch heftig wehrenden Fisch über den Kescher bringen und da die Kopflampe die ganze Zeit ausblieb, war die Verwunderung umso größer, als dass sich ein ordentlicher Brocken von einem Aal im Kescher wand! Nanu? Einen so großen Aal habe ich noch nie gefangen!

Leider blutete der Fisch trotz gestraffter Montage und meiner unmittelbaren Reaktion stark, weil er tief geschluckt hatte, so dass C&R leider keine Option war und ich den Aal abschlagen musste. Dank bester Solinger Messer konnte ich den „Aalstich“ setzen und den Fisch waidgerecht töten.
Hierbei fiel mir auf, dass die Zähnchen des Aals das Merlin-Vorfach bereits durchtrennt hatten! Ich hatte also Glück, dass der Bursche schon im Kescher war…

Der Aal wog 2050g und war exakt 90cm lang. Am rechten Kiemendeckel hat er eine deutliche Missbildung, schien aber sonst bester Gesundheit gewesen zu sein.

Im Magen habe ich übrigens annähernd alle Frühstücksfleisch-Stückchen gefunden, die ich verschossen hatte! Da merkt man mal wieder, wie exzellent der Geruchssinn eines Aals ist!

Nun liegt er in Salzlake und harrt der Dinge, die da kommen, sprich morgen wird er geräuchert! Mal sehen, ob so ein Brummer schmeckt!


BILD4772.JPGBILD4772.JPG


DSC_6280.JPGDSC_6280.JPG
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Letzte Änderung: 02 Jun 2014 20:20 von HerrJanssen.

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 02 Jun 2014 20:39 #10825

  • Spike
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"Alter Schwede" das nenn ich mal nen Aal!
Glückwunsch zu dem geilen Fisch!
Gruß
Michael

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 02 Jun 2014 21:39 #10826

Glückwunsch! sehr schöne Schlange.

Ehrlich gesagt als ich "Aal" in der Überschrift und später "Merlin" las hätte ich darauf gewettet dass du den Aal verlierst. Mir haben kleinere Aale schon 0,25er Mono zerlegt, inzwischen bin ich bei 0,30er oder Softsteel angekommen wenn Aalgefahr herrscht.
Anglers with a high level of self mastery are acutely aware of their ignorance, their incompetence and their development areas. They are also deeply confident. This may seem a paradox but only for those who do not see the journey as the reward.

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 02 Jun 2014 22:04 #10827

  • HerrJanssen
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Ich habe in den Baggersee nicht mal im Traum an einen Aal gedacht. Angele dort nun wirklich einige Jahre. Fette Brassen >10Pfund, ja, keine Seltenheit. Schleien >5Pfund, auch nicht sooo selten. Richtig fette Karpfen sind auch gern genommen, aber Aal? Und dann nur die 8lb-Version vom Merlin... Ich hatte Glück, der Aal in zweierlei Hinsicht Pech. Ich hätte ihn wirklich gern freigelassen, aber das wäre Tierquälerei und somit tabu.
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Letzte Änderung: 02 Jun 2014 22:05 von HerrJanssen.

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 02 Jun 2014 22:13 #10828

  • xAlex
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Petri zum Aal!
Das ist ja mal ein richtig gutes Gewässer.
Brassen mit 10 Pfund sind mal eine Größe.

Wenn du möchstest, kannst du ohne schlechtes Gewissen Aale die geschluckt haben releasen. Aale können geschluckte Haken wieder rauswürgen und haben eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit.
Selbst die als empfindlich geltenden Forellen haben eine Überlebenswahrscheinlichkeit von fast 35% wenn sie geschluckt haben(Ein Haken in der Zunge verkraften sie z.B. weniger gut!)

Grüße

Alexander
Biggie und Fibre Paste süchtig...

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 02 Jun 2014 22:14 #10829

  • Tincer
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Eine nette "Saltgurke". Im letzten Sommer fing ich einen ü70er auf Dosenmais, da habe ich auch nicht schlecht geguckt. Der war schön sauber in der Unterlippe gehakt.

... wenn Blut fließt, ist ein Überleben immer fraglich, Fische haben nicht viel davon ...
Ich angele, um dem Lärm der Welt zu entfliehen.
Letzte Änderung: 02 Jun 2014 22:18 von Tincer.

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 02 Jun 2014 22:22 #10830

  • atrox
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Dickes Petri zu dem Brummer, super Fisch!

Ich hab schon lange keinen guten Aal mehr gefangen - letztes Jahr nen Schnürsenkel beim Feedern, den ich auch abschlagen musste, aus den gleichen Gründen wie du!
Früher als noch alles besser war , gab es hier im Rhein echt viele davon - jetzt fast keine mehr... Die ließen nach als die ersten Waller gesichtet wurden - naja und das Abfischen von Glasaalen für die Japaner haben wohl auch einiges dazu beigetragen!
Just fishing!

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 03 Jun 2014 07:07 #10835

  • daWurzelsepp
Super fisch, meiner war am Sonntag nur halb so lang.
Anscheinend beissen sie jetzt bei dem trüben Wasser.

In der Jugend hab ich beim Barbenangeln mit Emmentaler auch schon schöne breitkopfaale gefangen.die scheinen weit mehr zu fressen als man meint.

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 03 Jun 2014 15:56 #10839

  • BRB
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daWurzelsepp schrieb:
... breitkopfaale gefangen.die scheinen weit mehr zu fressen als man meint.

Ich habe Anfang der 80er in einer Nerzfarm gearbeitet. Da wurde jede Woche eine Tonne (1000kg) Broiler(Hähnchen)köpfe von einem Geflügelschlachthof geholt. Der Geflügelschlachthof lag in Wusterhausen direkt an der Dosse. Der Typ, der für´s Verladen zuständig war, hat jeden Tag zwei, drei Forken voll von diesen Köpfen in die Dosse geschippt. Nach Feierabend hatter Aalschnüre mit Broilerkopf dran im Fluss versenkt und nächsten Morgen die fetten Aale sauber gemacht und gleich auf dem Betriebsgelände geräuchert. Hin und wieder soll da auch ein 70er Döbel als Abfall dabei gewesen sein...
Gruß-BRB
Letzte Änderung: 03 Jun 2014 23:26 von BRB.

Aw: Der Aal, das "unheimliche Wesen"... 06 Aug 2014 21:58 #12202

  • HerrJanssen
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Da angelt man schon so viele Jahre in ein und demselben Gewässer, ohne je einen der Besatzaale zu fangen und dann das! Petrus, ich gestehe, ich bin Wiederholungstäter...

Gestern hab ich mir gedacht, komm sei demütig und fange ein paar hübsche kleine Rotaugen. Die großen Fische mögen dich dieses Jahr einfach nicht.
Wie immer durfte ich bis zum Einbruch der Dunkelheit warten, bis sich was tat. Der 2AA-Insert-Peackock und (durchgebunden) 14er Hauptschnur sollten reichen, um die scheuen großen Rotaugen zu überlisten. Flott einen Rotwurm und zwei Maden auf den 14er Gamakatsu-Matchhaken gezogen und ab dafür! Etwas dunkles Futter, um die Scheuchwirkung zu minimieren, hatte ich schon zu Beginn eingeworfen. Zusätzlich ein paar Maden mit der Caty versenkt.

Rotaugen waren leider Fehlanzeige, stattdessen biss ein Brassen von 8,5 Pfund, den ich nach dem Wiegen schonend zurückgesetzt habe, und eine Stunde später gegen 0 Uhr ein kleiner Aal von knapp 1 Pfund. Dank der sensiblen Montage hatte der Aal-Zwerg nicht tief schlucken können und so wurde auch hier ein Release nicht zum Problem. Die 14er Hauptschnur hat zu keinem Zeitpunkt ein Problem dargestellt. Weder beim Brassen, noch beim Aal. Letzterer war nur verflucht schwer zu keschern, da ich die Kopflampe auslassen wollte, um im kritischen Augenblick des Kescherns, den Fisch nicht doch noch zu verlieren.

Jetzt frage ich mich, wie es sein kann, dass ich in all den Jahren an diesem See, nicht einen Aal am Haken hatte, in diesem aber gleich zwei.

Klar, Meister Zufall kann einen immer einen Streich spielen und ich bin geneigt daran zu glauben. Mit Wurm/Made-Kombi angle ich fast immer, wenn es mit feinem Zeug ans Wasser geht. Am Vereinssee habe ich "meine Stellen", wo ich weiß, was mich in etwa erwartet.
Warum hatte ich in all den Jahren dann keinen einzigen Aal an der Angel und nun im Abstand von einem Monat gleich zwei, wenngleich der große weiter oben im Thread, ja auf Frühstücksfleisch biss. Das wird wohl für immer ein Mysterium bleiben.

Für mich heißt das in der Konsequenz: Ad fontes! Wie schon damals in den 80ern, ist auch heute das Angeln mit einem schönen Waggler und feiner Montage mein absoluter Favorit. Wenn auch die Augen mit knapp Mitte 40 nimmer die besten sind, bereitet das klassische Posenangeln immer noch den größten Spaß.

Picker und Schwinge werden für ein paar Tage (oder länger) in den wohlverdienten Urlaub geschickt.
A float tip is pleasing in it's appearence and even more pleasing in it's dissapearence!
[H.T. Sheringham]
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