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THEMA: Hechte Anfüttern!

Hechte Anfüttern! 27 Mär 2011 23:18 #1061

  • xAlex
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Passend zum neuem Motto, dieses Thema!

Ich beangle gerne einen Weiher der ca. 1 ha groß ist, maximal 4 Meter tief und furchtbar verkrautet.
Ein Spinnerbait oder Krautblinker geht kaum durch.
Es befindet sich extrem viel Kleinfisch in diesem Gewässer.
1h Stippen=ein voller Eimer.
Der Hechtbestand ist sehr gut, da gut besetzt wurde und letztes Jahr vom kompletten Verein(133 Mitglieder)genau 1 Hecht gefangen wurde.
Ich denke das sie gut abwachsen können, den Karpfen mit 36 Pfund sind drinn, ebenso wachsen Schleie, Karausche und Barsche fantastisch ab!
Auf 12 Angeltage konnte ich einen Hecht mit Krautblinker fangen.
Dannach konnte ich ein halbes Jahr keine Spinnrute mehr anfassen so derbe ist mir mein Arm abgefallen.
Es haben wirklich viele Vereinsmitglieder versucht Hechte zu fangen aber nichts hat gefruchtet.
Ich habe auch mal eine Makrele dranngehängt oder auch Goldfische aber nichts ist passiert.

Nun möchte ich einen Strategiewechsel vornehmen bevor ich das Gewässer verwerfe. Durch das übermäßige Nahrungsangebot und die geringen Chancen beim Spinnfischen überlege ich mir die Hechte an totköder zu gewöhnen.

Die große Preisfrage: Meint ihr es würde sich lohnen mit toten Sardinen anzufüttern?
Wie oft und welche Menge würdet ihr füttern?
Wie würdet ihr den Köder präsentieren?( bedenkt das Gewässer ist voll verkrautet)
Biggie und Fibre Paste süchtig...

Aw: Hechte Anfüttern! 27 Mär 2011 23:58 #1062

  • Stefan
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Hi,
Hechte anfüttern ist ein Test, den ich auch schon immer mal ausprobieren wollte, seitdem ich mal einen Artikel von Mick Brown über das Thema gelesen hatte. Wie er das in stark verkrauteten Gewässern bewerkstelligt, fand in seinem Bericht leider keine Erwähnung - soweit ich mich jedenfalls daran erinnern kann.
Wenn es wirklich so arg ist mit dem Kraut, würde ich zuerst mal eine Stelle im Uferbereich entkrauten und dort meinen Köder für den Hecht gut sichtbar über dem Grund anbieten, je nach Tiefe vielleicht sogar nahe der Oberfläche. Ich bin mir sicher, daß das Entkrauten die Aufmerksamkeit der Futterfische auf sich ziehen würde und die Hechte diesen dorthin folgen. Das wäre meine Taktik. Wenn diese nicht erfolgreich wäre, würde ich mit dem Füttern beginnen und meinen Köderfisch dann auf Grund oder knapp darüber anbieten. Mick Brown hat übrigens nicht mit ganzen Fischen sondern mit Fischstückchen vorgefüttert.
Grüße
Stefan

Aw: Hechte Anfüttern! 28 Mär 2011 23:29 #1063

  • Wolfgang
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  • Beiträge: 1365
Ich persönlich habe absolut keine Erfahrung mit Anfüttern auf Hechte. Ich habe aber gerade mal in Neville Ficklings "Pike Fishing in the 80's" geguckt. Er konnte Erfahrungen sammeln und schreibt, dass es nur an Gewässern funktioniert, bei denen Deadbait sowieso sehr gut funktioniert. Ist das nicht der Fall "forget it". Wenn man füttern möchte, dann nur an Hot Spots, von denen bekannt ist, dass sich dort große Hechte aufhalten. Gefüttert werden sollte nach jedem Ansitz. Die Menge hängt davon ab, wie viele Fische man vermutet, der Wassertemperatur und wann man vor hat fischen zu gehen. Im Winter füttert er in der Regel einige Pfund toter Fische und wartet dann drei Tage. Das Ziel beim Füttern ist, dass immer ein paar tote Fische im Swim liegen, um die Hechte auch dort zu halten.

Welche Köder man füttert soll egal sein. Er wirft alles rein, sowohl Süß- als auch Salzwasserfische. Er zerschneidet sie jedoch in kleine Stücke! Das macht er, damit die Schwimmblase zerstochen ist und die Köder absinken und auch, weil er möchte, dass die Hechte nach dem Futter suchen müssen.

Auf diese Weise hat er einige gute Fische gefangen, mit besonders dicken Bäuchen. Er musste auch feststellen, dass die Fische sich regelrecht auf den Futterplatz eingeschossen haben. Bei jedem Trip fing er einige Fische wieder und wieder und wusste nicht, wie er das vermeiden kann...

Aw: Hechte Anfüttern! 29 Mär 2011 15:54 #1064

  • Dr. Heintz
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  • Beiträge: 15
Hallo xAlex, in einem Gewässer, dass vor kleinen Futterfischen nur so brodelt, würde ich vom Anfüttern auf Hechte abraten.Im zweifel bevorzugt ein Hecht doch lieber lebende Fischchen als Nahrung.

Ich habe inzwischen gut 20 Jahre Deadbaiting-Erfahrung. Nach meiner Einschätzung funktioniert das Füttern mit Fischstücken nur dort, wo Hechte sowieso schon auf tote Köderfische gut ansprechen. Und auch nur an den Stellen, wo sich sowieso schon viele Hechte aufhalten. Man wird durchs Füttern nie einen Hecht an eine Stelle bekommen, an der er sich sonst nie aufhalten würde.

Die meisten englischen Hechtspezis sehen das Anfüttern unter einem anderen Gesichtspunkt: Mit etwas Geldeinsatz kann man sich seinen Kapitalen selbst "heranzüchten", schnell legen die Fische an Gewicht zu

Aw: Hechte Anfüttern! 29 Mär 2011 21:37 #1065

  • xAlex
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  • Beiträge: 601
@Stefan
War das der Blinker Artikel vom November 2008?
Der hat mich auf die Idee gebracht.
Am Uferbereich am Rand von Kraut,Seerosen und Schilfelder bzw. überhängendes Geäst ,gäbe es Plätze wo man einen Köderfisch im Mittelwasser plazieren könnte.
Im Sommer beim Schnorcheln wenn ich meine "Karpfenplätze" präperiere, könnte ich vllt. mal eine Bahn entkrauten.

@Wolfgang
Dort funktioniert eigentlich alles schlecht.
Das Weiher ist keine 15 Jahre alt, war anfangs furchbar klar(wie die meisten Gewässer der Münchner Schotterebene) und nährstoffarm. Die ersten Jahre wurden viele der massiv besetzten Schusshechte öfters gefangen. Dadurch das 1ha schnell durchgeblinkert ist kennen die Hechte auch jeden KuKö...
Inzwischen mit Nährstoffeintrag und extremen Futterfischaufkommen geht auf KuKö nichts.
Alle Angler verwenden nun toten Köderfisch(Rotauge,Rotfeder)
mit dem Ergebniss das alle Jubeljahre ein kleiner Hecht gefangen sind.
Zwei bekannte von mir angeln ohne Erfolg mit toten Köderfisch jede Woche dort(an bekannten HotSpots), da die Bedingungen für einen großen ideal wären.

@Dr. Heintz
An diesem Gewässer wurden an sehr vielen Stellen Hechte gefangen, da es sehr viele Hot Spots gibt.
Die Stellen sind das geringste Problem.
Meine intension war Köder anzubieten wie z.B. Fette Sardinen/Makrelen oder auch Forellen(die wurden früher besetzt) und solange zu Füttern bis er Totköder attraktiver findet wie lebender Futterfisch.

Intressant ist das deine Erfahrungen, sich relativ mit den Fakten über die Fischerei in diesem Gewässer decken.
Wenn der tote Köderfisch intressanter als lebende Futterfische für Hecht wäre, hätte man sicher den einen oder anderen Hecht längst gelandet.
Demnach könnte ich füttern was das Zeug hält und der Hecht würde trotzdem lieber Lebenfutter nehmen.

So könnte man meine Überlegung als nicht geeignet ansehen.
Biggie und Fibre Paste süchtig...

Aw: Hechte Anfüttern! 29 Mär 2011 22:08 #1066

  • Wolfgang
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  • Moderator
  • Beiträge: 1365
Wie dem auch sei, ob das an dem Gewässer zum Erfolg führt oder nicht: Das Anfüttern auf Raubfische (insbesondere Hecht und Aal) ist wohl eines der interessantesten (und exotischsten) Themen im Bereich Deadbaiting!

Aw: Hechte Anfüttern! 29 Mär 2011 22:47 #1067

  • Stefan
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  • Beiträge: 129
Hallo,
es war ein Blinker-Artikel von 199X, weiß nicht mehr so genau. Ich krieg den Inhalt auch nicht mehr so ganz auf die Reihe, aber ich meine, der Mick Brown hat an einem Gewässer ohne besondere Features gefischt und Schwierigkeiten gehabt, Hot Spots zu finden. Daraufhin hat er in der kalten Jahreszeit, nachdem das Kraut verschwunden war, eine Rinne entdeckt und an der tiefsten Stelle mit Fischstücken gefüttert. Das Ergebnis war, daß die Hechte in kurzer Zeit stark an Gewicht zunahmen.
Auch ich finde diese Methode sehr reizvoll und seitdem ich den Artikel las, ist mir das nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Aber da ich mich seit geraumer Zeit total auf Friedfische konzentriere, habe ich das auf die lange Bank geschoben, irgendwann wird der Tag aber kommen.
Das tote Köderfische an manchen Gewässern nicht so gut funktionieren sollen, deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Wie schon erwähnt wurde, ging auch bei mir an den Gewässern nichts, in welchen ein überreiches Nahrungsangebot an kleinen Futterfischen vorlag. Vielleicht stehen die Chancen einfach schlechter, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, wenn die die Hechte sowieso nach Belieben rund um sich zu fressen können.
Grüße
Stefan

Aw: Hechte Anfüttern! 30 Mär 2011 16:44 #1069

  • Dr. Heintz
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  • Beiträge: 15
Nach meiner Erfahrung gibt es nur wenige Gewässertypen, in denen sehr viele Hechte gut auf tote Köfis ansprechen:

- trübe Gewässer, in denen sich die Hechte mehr mit der Nase orientieren müssen

- Gewässer in denen in verschiedenen Abständen viel toter Fisch anfällt (Forellenseen, in die viel besetzt wird; Seen, an denen viel auf Rotaugen gestippt wird; Bereiche unter Schleusenturbinen; Tidengewässer, in die regelmäßig Meerwasser einbricht; Gewässer mit regelmäßigen Blaualgenblüten etc...)

- sehr hechtreiche Gewässer mit extrem hoher Nahrungskonkurrenz

- Gewässer, die zeitweise sehr arm an Futterfschen sind

Immer aber gilt der Grundsatz: "Jeder Hecht is anders". Auch in Gewässern, in denen die allermeisten Hechte nur auf Lebendnahrung stehen, gibt es den einen oder anderen Scavenger, der bequem den Aas aufsammelt. Also kann auch in einem glasklaren Baggersee mit massenhaft Jungfischen sich eine "Big Mama" auf das Aasfressen spezialisert haben.

Es gibt auch eine Gefahr: Angefütterte Hechte schlucken tote Köderfische ungewöhnlich schnell, weil sie keinen Argwohn mehr haben. Oft sind die Bisse fast unmerkbar. Nach dem Anfüttern muss man sich um eine sehr feine Bissanzeige kümmern und die Ruten immer im Auge behalten!

Aw: Hechte Anfüttern! 10 Apr 2011 13:50 #1096

  • xAlex
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  • Beiträge: 601
@Wolfgang
Ja auf jeden Fall.
Mich wundern die geringen Erfahrungswerte im Süßwasser.
Beim Meeresangeln ist ja RubbyDubby eine sichere Bank.

@Stefan
Hast du aber lange aufgeschoben
Mache ich aber auch manchmal. Mit dem Huchenfischen will ich auch jedes Jahr aufs neue durchstarten, bis der Winter kommt...

@Dr. Heintz
Aspekte 2 und 3 würden sogar auf das genannte Gewässer zutreffen.
Ich könnte mir vorstellen die Faktoren: Trübes Gewässer und Futterfischarme Gewässer die wichtigsten sind.
Zumindest würde sich das mit meinen Erfahrungen decken. Meinen besten Hechtfang mit Totköder, habe ich an einem Regenabschnitt gemacht, der sehr Rotaugenarm ist(Brassen und Lauben gab es zahlreich).
Nach einer Schlechtwetterperiode habe ich auf Brassen gefeedert und am ende der Futterspur noch eine totes Rotauge auf Grund gesetzt.
Ich habe wenn ich mich nicht täusche mehr Hechte(5 wenn auch nicht besonders groß) gefangen wie die anderen Hotelgäste zusammen an diesem Tag(und die waren aktiv auf Hecht aus).

Habe aber bisher NUR in Fliesgewässer mit Deadbait gefangen.
Könnte da was drann sein?
Biggie und Fibre Paste süchtig...

Aw: Hechte Anfüttern! 10 Apr 2011 15:23 #1098

  • Stefan
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  • Beiträge: 129
Hi,
ich habe auch schon in Seen auf toten Köderfisch gefangen. Ich erinnere mich gerade an eine Situation im letzten Jahr, wo ich von einem Steg aus einige kleinere Rotaugen gefangen habe, von denen leider eines verendet ist. Ich habe den toten Fisch in den sichtbaren Uferbereich geworfen und nach einer Weile war es dann verschwunden. Ich nehme nicht an, daß es von den Toten wiederauferstanden ist...
Gruß
Stefan
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