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Teig und geeignete Methoden
(1 Leser) (1) Gast

THEMA: Teig und geeignete Methoden

Teig und geeignete Methoden 19 Jul 2013 21:07 #6349

  • HerrJanssen
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Hallo, liebe Freunde des gepflegten Angelns!

In alten Zeiten, sprich als ich als Teenie das Angeln entdeckt habe, habe ich viel mit Teig geangelt, da Taschengeld immer knapp war und der nächste Angelladen war weit weg. Toast war viel billiger und es gab viel mehr davon für das gleiche Geld, als z.B. Maden.

Ich habe mich von Wolfgangs "Teig Reloaded" und diversen antiquarischen Büchern inspirieren lassen und möchte ein wenig "Oldschool-Carphunting " betreiben. Ich habe verschiedene Teige ausprobiert, von süßlich-fruchtig bis fischig-würzig.

Neben Teig verwende ich auch Futtermais, den ich quellen lasse und beim Kochen mit natürlichen Aromen „veredele“.

Mein Problem liegt darin, dass ich aufgrund mannigfaltiger Verpflichtungen keine Zeit habe, ganze Tage oder Nächte am Wasser zu verbringen. Mir ist klar, dass beim Karpfenangeln Zeit ein gewichtiger Faktor ist. Um die Kurzansitze (meist abends, in die Dämmerung hinein) doch noch zu einem Erfolg zu führen, habe ich mir überlegt mit einem Method-Feeder + Teig am Haar (Kulifeder) zu angeln. Den Method-Feeder umknete ich mit verschiedenen Futtersorten. Da bin ich recht experimentierfreudig. Da bisher nur sehr zaghafte Bisse (falls es überhaupt welche waren) registriert wurden (ich nutze elektr. Bissanzeiger und Swinger, auch wenn mancher hier die Nase rümpfen wird, mir egal) weiß ich nicht, ob der Fisch schlicht nicht da war oder die Präsentation sein Misstrauen erregt hat. Naturgemäß nutze ich fürs Method-Angeln ein ganz kurzes Vorfach (braided) am Feeder. Die Teigkugel ist ziemlich groß, (~25mm) da selektiv für Karpfen ausgelegt.

Ist eine solche Präsentation in einem See (sehr klares Wasser, Tiefe hängt stark vom Standort ab) zweckmäßig? Das Auswerfen geschieht 1 Mal pro Stunde, der Teig ist fest genug ausgelegt, diese Periode locker zu überstehen.

Ich habe meine Bürokollegen gebeten alte Kulis zu sammeln, damit ich ein wenig über die Federlänge die Größe der Teigkugel variieren kann und ggf. auch Schleien/Brassen anspreche.
Allerdings habe ich alle meine Schleien und Brassen bisher auf sehr kleine Haken und feine Montagen gefangen…

Den Mais (zwei, drei Körner als „Kette“ am Haar) biete ich in einem Mais-Futterfeld an. Sehr simple Durchlaufmontage mit kleinem Blei (20g) Hierzu habe ich über einige Wochen recht regelmäßig jeweils ca. 1l bissfest gegarten Mais mit der Schleuder und teilweise mit einem Bait dropper eingebracht. Vorfach (braided) ca. 50cm. Auch hier nur sehr zaghafte Bisse. Leider bisher noch keinen Fisch gehakt...

Um ehrlich zu sein, habe ich mit Haarmontagen, speziell im Hinblick auf den richtigen Zeitpunkt des Anschlags, mangels Erfahrung so meine Schwierigkeiten. Beim Method-Feeder sollte Mijneer Karper sich selbst haken. Das ist klar. Wie verhält es sich mit den Durchlaufmontagen?

Ist am Ende meine recht straff gespannte Schnur das Problem (die Swinger sind lediglich mit Eigengewicht „beschwert“) oder habe ich einfach nur die falsche Stelle beangelt? Tolle Schleien und richtig große Brassen habe ich dort schon viele gefangen. Allerdings gebe ich zu, kein großer Meister in der Lokalisierung von Fischen zu sein.

Wer von Euch kann seine Einschätzung abgeben?
A float tip is pleasing in it's appearence and even more pleasing in it's dissapearence!
[H.T. Sheringham]

Aw: Teig und geeignete Methoden 19 Jul 2013 23:11 #6350

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HerrJanssen schrieb:
Hallo, liebe Freunde des gepflegten Angelns!...

Auch wenn ich Dir jetzt etwas den Titel versaue ...Wenn Du größere Teigkugeln präsentieren willst, mach das nicht an einer längeren Feder, sondern lege die leicht langgezogene Feder zum Kreis und binde beide Enden mit dem Haar zusammen. An dieser Federschlaufe würde nun sogar gequirlter Dünnschiss eine ganze Weile halten .
Gruß-BRB
Letzte Änderung: 19 Jul 2013 23:12 von BRB.

Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 11:37 #6351

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Teig am Haar anzubieten macht m.E. nach nur Sinn, wenn der Teig so hart ist das der Haken beim Anschlag nicht durch geht........und dann ist das für mich kein Teig mehr

Ich fische mit Haar oder Baitband gerne auf Döbel und Barben. Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Haar gut funktioniert wenn es sehr kurz ist, also unter 1cm.
Beim Baitband ist der Köder sowieso direkt am Hakenbogen.

Zum Thema selektiv:
So wirklich selektiv zu fischen geht eigentlich nicht.....
Ich fische in einem Gewässer mit hohem Weissfischbestand mit 12mm - 15mm Pellets sehr selektiv auf Karpfen, andererseits habe ich auf 30mm Boilies schon fündige Döbel gefangen.

An deinem Gewässer würde ich es erst mal mit Feederrute und Futterkorb / Madenkorb probieren ( ohne Bissanzeiger und Swinger ).
Wie man so Karpfen fängt, zeigt Matt Hayes sehr gut.
Bei youtube mal nach "Matt Hayes feederfishing" suchen, das Video dauert etwa 1 3/4 Stunde.
Ist auf jeden Fall eine Methode, die für Kurzansitze geeignet ist.

Gruss
Thommy
Wer die Hände in den Schoss legt muss noch lange nicht untätig sein......
Letzte Änderung: 20 Jul 2013 11:40 von Thommy.

Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 11:46 #6352

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Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 12:21 #6353

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BRB schrieb:

Auch wenn ich Dir jetzt etwas den Titel versaue ...Wenn Du größere Teigkugeln präsentieren willst, mach das nicht an einer längeren Feder, sondern lege die leicht langgezogene Feder zum Kreis und binde beide Enden mit dem Haar zusammen. An dieser Federschlaufe würde nun sogar gequirlter Dünnschiss eine ganze Weile halten .
Gruß-BRB


Du bist lustig... Ist doch klar, dass ich die Federenden zu einer Schlaufe ineinander drehe. Aber auch dann ist die Länge entscheidend, da hierdurch der Durchmesser der Schlaufe definiert wird. Ich hab mittlerweile durch drei, vier Federlängen fünf bis sechs unterschiedlich große Federschlaufen, die sich aufgrund verschiedener Windungsdichte für verschiedene Teige eignen.

Thommy schrieb:
Teig am Haar anzubieten macht m.E. nach nur Sinn, wenn der Teig so hart ist das der Haken beim Anschlag nicht durch geht........und dann ist das für mich kein Teig mehr


Sondern? Was stellt diese "Masse" Deiner Meinung nach dar? Im genannten Beitrag von Wolfgang, geht er exakt genauso vor, wie ich es schreibe. Da hab ich die Idee ja her. Nur dass ich den Teig am Haar mit einem Korda Method Feeder kombiniere.

Thommy schrieb:

In deinem Gewässer würde ich es erst mal mit Feederrute und Futterkorb / Madenkorb probieren ( ohne Bissanzeiger und Swinger ).
Wie man so Karpfen fängt, zeigt Matt Hayes sehr gut.
Bei youtube mal nach "Matt Hayes feederfishing" suchen, das Video dauert etwa 1 3/4 Stunde.
Ist auf jeden Fall eine Methode, die für Kurzansitze geeignet ist.
Gruss
Thommy


Ich feedere viele Jahre recht erfolgreich, sowohl in dem See, als auch im Strom (Rhein). Gerade deshalb will ich ja etwas ganz anderes probieren.
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Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 12:47 #6354

  • Thommy
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Ich habe mir den Artikel jetzt erstmal durchgelesen.......

Also weichen Teig durch die Feder zu sichern damit er weite Würfe übersteht kann ich nachvollziehen.....brauchte ich persönlich aber noch nicht.

Aber dein Setup will mir nicht einleuchten.....
Du fischt quasi ein Festblei(Methodfeeder)-Setup, wo du den Boilie gegen einen (weichen) Teig austauscht und eine Karpfenrute gegen eine Feederrute, die du dann mit Bissanzeiger und Swinger kombinierst?

Wenn du doch erfolgreich feederst, dann hast du schon eine optimale Methode für Kurzansitze.

Und auch beim (Modernen)Karpfenangeln muss man nicht Tage Zeit haben um erfolgreich zu sein.

Gruss
Thommy
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Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 13:18 #6355

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Ich feedere doch nicht mit diesem Setup, sondern nutze eine 2,5lbs Karpfenrute. Daher auch der Swinger und der Bissanzeiger.

Thommy schrieb:
Wenn du doch erfolgreich feederst, dann hast du schon eine optimale Methode für Kurzansitze.


Ich will immer noch was anderes ausprobieren. Feedern ist schön und macht Spaß. Aber irgendwann setzt Verschleiß ein, was den Spaß betrifft.

Ich war heute um halb vier am Wasser um mal die Morgendämmerung zu testen. Es gab auf meine "strange combination" einige zaghafte Bisse, die jedoch nicht zum Selbsthaken geführt haben, so dass ich den Method-Feeder gegen eine leichte Durchlaufmontage getauscht habe. Die zaghaften Bisse blieben, bis ab ca. halb acht alles vorbei war. Nachdem ich nur drei Stunden geschlafen hatte, habe ich irgendwann zusammengepackt.

Also grundsätzlich scheint der Fisch sich für meinen Köder zu interessieren... An den Details muss noch gefeilt werden.
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Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 13:48 #6356

  • mupliss
Einige Ansätze sind hier ziemlich kontraproduktiv.

Teig ist ja generell sehr schön, da er leicht herzustellen ist, wunderbar arbeitet und somit eine sehr gute Lockwirkung hat.
Ein Methodfeeder ist mit entsprechendem Methodmix ist ebenfalls eine wunderbare, weil gut arbeitende Unterstützung des Hakenköders.

Teig und/oder MF lockt also erstmal viele Weißfische an. D.h., ein Festblei (natürlich auch MF fest) MUSS einen selektiven Hakenköder haben. Eine Teigkugel am Festblei/MF kann u.U. nach 10 Minuten weggelutscht sein und dann fischt du 50 Min etrem safe!
Ebenfalls muss man hier nicht anschlagen, da man ja mit Festblei fischt.
Andernfalls machen nämlich Swinger und ein RunRig überhaupt keinen Sinn.

Wenn du jetzt aber gezielt auf Karpfen in Kurzsession fischen willst, würde ich mehrmaliges Einwerfen unterlassen. Fische große Methodfeeder von Drennan/ESP, 85g oder 100g, mit Sticky Method Mix von Nash - mit Sicherheit einer der besten Mixe z.Z. am Markt.
Hier dann natürlich Festblei und ein selektiver Hakenköder, z.B. Boilie, KARTOFFEL!!!, Tigernuss oder Kunstmais. Wenn du sowieso mit Mais anfütterst, bietet sich Kunstmais sehr gut an. Das Ganze mit Swinger, Bissanzeiger und (leichter) Karpfenrute (auch 10ft 1 5/8 Glas ) rundet die Sache ab.

Alternativ "Oldschool" mit 1 1/4er Avon oder geeigneter Schwingspitzrute und Drennan/ESP, 45g MF als Runrig mit Teigkugel, aber nicht am Haar, sondern natürlich auf dem Haken, da du den Anschlag setzt. Haar macht hier keinen Sinn. Oder halt Teigkugel unter der (leicht überbleiten) Pose.

Aber das Wichtigste ist der Spot. Geh halt mal einen Abend mit der Lotrute und such dir ne schöne Stelle vor Seerose oder ne kiesige Stelle im Schlamm oder ne freie Stelle im Kraut oder ne Kante klassisch von 3m auf x Meter. U.U. siehst du mal ein paar Jungs rollen. Dann wirf den Fisch sofort an und versuch es für 30 Min...

PS:
Im Übrigen sind die MF von ESP mit den Gummi-Formen auch deshalb absolt super, weil sie zu 100% tüddelfrei sind. Der Köder wird in den MF eingeknetet - wunderbar!

Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 14:25 #6357

  • HerrJanssen
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Na ja, ganz so wild ist es nicht. Der Teig hält gut und gerne 1h oder mehr, ohne dass er abgelutscht würde. Renitente Weißfischchen sehen da kein Land. Daher werfe ich max. 1x pro Stunde ein. Mit Mais füttere ich nur an der zweiten Rute, wo ich mit Mais am Haar angele. Dafür schieße ich mit der Caty kleine Teigkugeln an die Stelle, wo der MF liegt.

Ich sehe das Ganze nicht so eng und probiere gern herum.
Warum aber ein Swinger an einem Run Rig überhaupt keinen Sinn machen sollte erschließt sich mir nicht. Ich will auch erkennen, wenn der Fisch mit dem Kram auf mich zukommt. Ohne Swinger hab ich trotz Bissanzeiger schon manches Mal blöd aus der Wäsche geschaut, als ich mit feinsten Montagen, die die Fische einfach mal so mitgezogen haben, geangelt hab. Ups, da ist ja was dran und der 10g Feeder samt Fisch ist auf ein Mal nicht mehr 50m vor Dir, sondern 10m. Einfach völlig unbemerkt geblieben. Da kommt man schon ins Schwitzen, wenn da auf ein Mal eine schöne 3kg Schleie dran hängt und man die 40m lose Schnur ohne die dann üblichen Probleme aufrollen muss.
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[H.T. Sheringham]

Aw: Teig und geeignete Methoden 20 Jul 2013 15:40 #6358

  • Andal
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  • Beiträge: 439
Funktionieren tut das und das schon seit Jahrzehnten.

Ein Angelfreund meines Vaters hat mir das Anfang der 70er recht eindrucksvoll demontriert. Zuerst nahm er einen halben Laib Graubrot. Den höhlte er etwas aus und stopfte einen faustgroßen Stein hinein. Dieses Häppchen flog dann mit Karacho an die Angelstelle, b.z.w. die Angelstelle war dann exakt da, wo die Ladung eben einschlug. Da nahm er es nicht so genau. Die Montage war auch nicht viel anders, als sie heute aussehen. Eine beschwerte Futterspirale, freilaufend auf der Hauptschnur, ein Tönnchenwirbel und ein rund 15 cm langes Vorfach mit einem ganz normalen Karpfenhaken, garniert mit ordinärem Semmelteig. Ausgesehen hat das nach heutigen Maßstäben recht derb, denn er bastelte seine Fuadawurzn (Futterspiralen) selber. Die aus dem Laib gekratzten Brotbrösel bildeten die Bestückung für die Fuadawurzn, was dann einen häßlichen Klumpen ergab, der spielend einen halben Angeltag hielt, weil sich da gar nichts mehr lösen wollte.

Alles saugrob und richtig plumpsig, aber gefangen hat er wie noch was. Hauptsächlich Karpfen.
ARGE Zielfisch
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