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Vorfachlänge im Fließgewässer?
(1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Vorfachlänge im Fließgewässer?

Vorfachlänge im Fließgewässer? 06 Mär 2013 12:02 #4860

Hallo zusammen,

Mich würde mal interessieren welche Vorfachlängen ihr fischt bzw. woran ihr diese Länge festmacht.
Ich meine jetzt in erster Linie bei Grundmontagen und da speziell im Fließwasser, aber nicht ausschließlich.

Ich finde die allgemeinen Theorien dazu etwas widersprüchlich.
Einerseits wird bei Selbsthakmontagen grundsätzlich ein extrem kurzes Vorfach empfohlen, bei Laufmontagen dann aber ein meist wesentlich längeres.

Gehe ich davon aus das der Fisch beim Boltrig den Köder mit dem kurzen Vorfach schon voll im Maul haben muss um gehakt werden zu können (und hier ist ja oft noch ein Abstand zwischen Köder und Haken durch das Haar einzubeziehen), wieso sollte man dem Fisch dann bei einem Runrig wesentlich mehr Spielraum geben den Köder aufzunehmen wo da doch durch die Art der Bißanzeige meist eh noch Spielraum gegeben ist.

Im Fluß wird das ganze dann noch komplizierter, die meisten Empfehlungen gehen auch hier bei Laufmontagen von sagen wir ca. 50-70cm Vorfachlänge aus für den Anfang. In Extremsituationen wird dies dann noch ums doppelte oder mehr verlängert.
Immer wenn ich jedoch Fische im Fluß (Barben/Döbel/Karpfen) bei der Nahrungsaufnahme beobachte fressen diese sich langsam stromauf.
Gehen wir nun von einem durch die Strömung gestreckt flußab liegenden 70 cm Vorfach aus hätte der Fisch doch bis zu einem Meter Spielraum bis er eine Bißanzeige produziert.

Was sind diesbezüglich eure Erfahrungswerte, wonach richtet ihr eure Vorfachlänge?

Ich tu mich da oft recht hart bei der Entscheidung, tendiere jedoch auch im Fluß zu eher kürzeren Vorfächern, ich will wissen wenn ein Fisch den Köder nimmt. In meinen kleinen Fließgewässern habe ich bei Linkledger oder Runrig meist 30-40cm als Startpunkt, verlängert wird nur selten weil ich dabei schlicht kein gutes Gefühl habe.

Als geistiger Vergleich dient mir da oft auch eine Posenmonatge, da bekomme ich (vor allem wenn nicht aufgelegt sondern mit treibender Pose gefischt wird) bereits nach sehr kurzem Spielraum einen Biß angezeigt.

jetzt bin ich mal gespannt was ihr dazu meint oder ob ich mich mal wieder in Details zu sehr verrenne.

Gruß Axel
Anglers with a high level of self mastery are acutely aware of their ignorance, their incompetence and their development areas. They are also deeply confident. This may seem a paradox but only for those who do not see the journey as the reward.
Letzte Änderung: 06 Mär 2013 12:05 von grubenreiner.

Aw: Vorfachlänge im Fließgewässer? 06 Mär 2013 12:13 #4861

  • Andal
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Ich mach mir da keinen allzu großen Kopf. Die Ausgangslänge ist bei mir immer der "gute halbe Meter, oder so", auf englisch so an die 2 ft.

Je nachdem, wie es beißt und sich anschlagen lässt, oder eben nicht, wird verlängert, oder etwas vom Vorfach abgezwickt. Ich fische aber auch bei Fluchtmontagen nie so arg kurz, wie immer empfohlen wird. So 20 - 30 cm haben da meine Vorfächer schon und ich kann mich nicht beschweren. Das ist bei der Fallenstellerei ja auch so eine Sache. Entweder es fängt, oder es tut sich gar nichts.
ARGE Zielfisch

Aw: Vorfachlänge im Fließgewässer? 06 Mär 2013 14:34 #4862

  • patrick
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grubenreiner schrieb:

jetzt bin ich mal gespannt was ihr dazu meint oder ob ich mich mal wieder in Details zu sehr verrenne.

Gruß Axel


Nur etwas

Ich mach das auch so nach Gefühl.
Bei großen Ködern hab ich ein recht langes Vorfach um die Bissanzeige etwas zu verzögern.
Bei vielen Kleinfischen mach ich es auch länger um nicht ständig das genibbel zu sehen.
Bei langen Vorfächern spielt der Köder auch schöner in der Strömung.

Viel Gefühlssache dabei denke ich.
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill

Aw: Vorfachlänge im Fließgewässer? 06 Mär 2013 21:37 #4868

  • mupliss
Ich kann dem "Gefühl" leider nicht beipflichten.
Die Ködergröße selektiert die Fische. Einen 20mm Boilie geht eben kein Rotauge an.
Die Vorfachlänge UND die Haarlänge selektieren große scheue Fische von den fresshungrigen Kleinen/Halbstarken.
Ist das Vorfach kurz, können Blei und Tube/Leadcore/Schnur den erfahrenen Fisch spooken, während junge Fische gierig fressen.
Ist das Vorfach lang, bei Barben durchaus 1,50m, und die Fische fressen stromauf, bleiben größere Barben hinter ihren kleineren Artgenossen. Ist die selbe Taktik, wie bei Karpfen: Single-Hookbait 5m außerhalb der Futterzone. In der Futterzone sind die Kleinen, am Rand die alten Dicken.
Die Haarlänge ist ebenso entscheidend. Leider besteht inzwischen eine fast krankhafte Kurzhaar-Theorie. 5mm Abstand zum Haken und ultraleichte Haken, die ja sooo unauffällig sind. Mal wieder back to the roots: 5cm Haar und ein Shot vor den Haken. Lasst die Dicken doch mal Spielen... Und außerdem: im Fluss haben die Jungs nicht so viele hundert Möglichkeiten - wenn die fressen, dann fressen sie. Und auch Barben inhalieren 5cm Haar ohne Probleme. Wichtiger ist hier ein kleiner Haken, der ordentlich greift.
20cm Vorfach, Braid oder Mono, funktionieren erstmal. Egal ob mit Haar oder ohne. 1,20m Flourcarbon, kleine Haken und ein langes Haar lassen sich schlechter Werfen, vertüdeln und die Bisserkennung ist bei zaghaften Bisse auch wirklich schlechter. Aber sie bringen einfach größere Fische...
Letzte Änderung: 06 Mär 2013 21:38 von .

Aw: Vorfachlänge im Fließgewässer? 06 Mär 2013 22:06 #4869

  • Sixpack
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  • Beiträge: 281
Ich experimentiere auch öfters mal mit der Vorfachlänge rum.....im Fluss beim Feedern meist zwischen 40 und 100 cm...

Meine Erfahrung beim Freelining, wo ja nur die Schnur als Bissanzeiger dient, hat mir gezeigt, dass speziell Barben sehr schnell mit dem Köder abziehen, sobald sie ihn im Maul haben.
Döbel legen auch gerne mal ne kleine Pause ein....können aber auch recht flott werden.
Also müsste auf Barben ein langes Vorfach zumindest kein Nachteil sein. Der Döbel ist mir für eine solche Aussage zu unberechenbar.

Beim Barbenfeedern habe ich mit langen Vorfächern noch keine negativen Erfahrungen gemacht, konnte aber auch keine echten Vorteile erkennen....für einen Vergleich bedürfte es einer längeren Beobachtungsphase genau auf diesen Fokus.

Aw: Vorfachlänge im Fließgewässer? 07 Mär 2013 08:57 #4871

  • nerdwuermle
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  • Beiträge: 123
ich angle sowohl auf barben in der strömung, als auch auf döbel im strömunsberuhigten bereich zu anfang mit sehr kurzem vorfach (30-40cm). hat sich einfach als fängiger herausgestellt, aber man sollte nie weit weg von der rute stehen - die bisse kommen meist vehement.
absolutely perfect condition...

Aw: Vorfachlänge im Fließgewässer? 08 Mär 2013 12:19 #4880

  • BRB
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  • Beiträge: 682
mupliss schrieb:
...Die Ködergröße selektiert die Fische. Einen 20mm Boilie geht eben kein Rotauge an.

...dafür spielt es so lange dran rum, bis der Haken zwischen den Augen hängt

mupliss schrieb:
...Leider besteht inzwischen eine fast krankhafte Kurzhaar-Theorie...

Da haste völlig recht! Richtig große Karpfen wissen, dass da ein Haken am Boilie ist. Die nehmen das Teil eh zuerst nur paar mal probehalber knapp ins Maul. Ich hab mit Haarlängen von 8-10cm und normaler Durchlaufmontage ohne Backstopp sehr gute Erfolge gehabt, nachdem mit Kurzhaar nur noch kleine Fische zu holen waren.
Beim Feedern im Fluss mit Maden als Köder ist bei mir die Vorfachlänge variabel. Wenn ich ausgelutschte Maden habe ohne einen Fisch zu bekommen mache ich das Vorfach kürzer. Wenn 's nur kurz hackt und der Fisch nicht hängt, mach ich länger. Angefangen wird ähnlich wie bei Andal mit etwa 40cm. Aber ein Maßband hab ich dafür noch nie genutzt
Gruß-BRB
Letzte Änderung: 08 Mär 2013 12:32 von BRB.

Aw: Vorfachlänge im Fließgewässer? 08 Mär 2013 12:38 #4881

  • Andal
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  • Beiträge: 439
Wozu bei so was auch ein Maßband. Angler machen das wie die Oma beim kochen... "...so eine Prise halt!"
ARGE Zielfisch
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