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Spezialisiertes Friedfischangeln & Naturköderangeln auf Raubfische.
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THEMA: Probleme beim Drill

Probleme beim Drill 24 Aug 2014 17:42 #12395

  • scheel1964
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Moin,
ich wende mich heute an die Forengemeinde mit folgendem Problem:

Ich habe an einem Vereinsgewässer vor einem Seerosenfeld geangelt, dass sich in ca. 35 Meter Entfernung am gegenüberliegendem Ufer befindet. Gefischt habe ich mit Schwingspitze, Drennan Specialist 11' mit 1,5lbs, 2500er Baitrunner und 0,25er Mono mit 0,20er Vorfach und 8er Drennan Sweetcorn barbless.
Dabei habe ich zweimal Karpfen gehakt, die jeweils trotz fast geschlossener Rollenbremse sofort nach rechts gezogen sind und zwar auf mein Ufer zu in ein Seerosenfeld und überhängende Büsche ca. 25 Meter neben mir. Dort sind dann beide Fische in den Seerosen bzw. den Büschen ausgeschlitzt.
Das Problem ist, dass die Fische gar keine Schnur nehmen müssen, sondern die 35 Meter nutzen, die schon eh schon draussen sind, um einfach im Halbkreis in das beschriebene Seerosenfeld zu flüchten. Ich denke auch mit stärkerem Gerät könnte ich sie davon nicht abhalten, das ginge nur, wenn ich sofort mindestens 10-15 Meter Schnur zurückgewinnen könnte.
Habt ihr noch irgendeine Idee, wie ich die Fische daran hindern kann, in dieses Gebiet zu flüchten?
Was ich noch vergessen habe: Ich kann mich nicht weiter nach rechts in Richtung der Seerosen bewegen, da direkt rechts neben meinem Angelplatz umzäunte Privatgrundstücke beginnen.
Grüße
Andreas

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 19:43 #12399

  • Stefan
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  • Beiträge: 129
Hallo Andreas,
schwierige Situation. Vielleicht kannst Du versuchen die Fische von ihrem Kurs abzulenken indem Du die Rute im Drill horizontal hälst und maximalen seitlichen Druck ausübst. Ich denke das ist die einzige Möglichkeit.

Beste Grüße
Stefan
Letzte Änderung: 24 Aug 2014 19:44 von Stefan.

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 20:15 #12401

  • Vizsla
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Hallo Andreas,

ein ganz ähnliches Problem hatte ich auch schon. Als ich mal mit meiner Freundin am Wasser war, hatte ich mir folgende Strategie für die Problemsituation ausgedacht und mit Erfolg durchgeführt. Beim Einrichten des Angelplatzes legte ich zwei Stöcke gut erreichbar an meine Seite. Ich sagte zu meiner Freundin, dass sie, sollte ich einen Karpfen drillen, der sich erneut in den zu vermeidenden Bereich flüchten wollen würde, die Stöcke in den Weg des Karpfens ins Wasser werfen solle. Und tatsächlich hakte ich einen Karpfen, der sich wie prophezeit in das unliebsame Seerosenfeld flüchten wollte. Meine Freundin warf den Stock an die ausgewiesene Stelle und der Karpfen schoss sofort in eine andere Richtung. Später im Drill wollte er wieder in die Seerosen - der zweite Stock flog und wiederholt erwies sich die Strategie als effektiv. Ich konnte den Karpfen (8Kg/Gespließte MKIV) sicher landen. Meine Freundin hat einen dicken Schmatzer bekommen und ich war glücklich.

Ich kann mir vorstellen, dass das auch funktioniert, wenn man alleine am Wasser ist und den Angelplatz entsprechend vorbereitet. Natürlich müssen die Entfernungen entsprechend sein, so dass man auch gezielt werfen kann.

Vielleicht ein Impuls, der für dich interessant sein könnte: den Karpfen verschrecken und somit vom Kurs abbringen. Man kennt das ja auch vom Keschern. Der Kescherrahmen im Wasser verleiht dem Karpfen auch oft einen "Drive" in eine andere Richtung.

Liebe Grüße

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 21:10 #12402

  • scheel1964
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  • Beiträge: 21
Hallo Vizsla,
auch dir vielen Dank für den Tip. Das klingt vielversprechend. Ist wahrscheinlich nicht ganz leicht, in der einen Hand die Rute mit dem flüchtenden Karpfen und dann mit der anderen gezielt werfen, aber ist auf jeden Fall einen Versuch wert.
Grüße
Andreas

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 21:11 #12403

  • scheel1964
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  • Beiträge: 21
Hallo Stefan,
Danke für deinen Tip, aber das Problem ist, dass ich das versucht habe. Hat die Karpfen nicht wirklich beeindruckt.
Ich werde wohl am Wochenende mit meinen 11', 2,25lbs Ruten anrücken, die ich mal mit einem Gewindeendring für Schwingspitze ausgerüstet habe, in der Hoffnung, damit doch etwas mehr seitlichen Druck ausüben zu können. Das ganze wird dann mit 0,30er Mono und 10lbs Geflechtvorfach kombiniert.
Ich könnte natürlich auch versuchen, mit geflochtener Hauptschnur noch mehr Druck zu machen, aber eigentlich benutze ich Geflochtene wirklich nur zum Spinnfischen und auch da immer seltener.
Also, für weitere Tipps bin ich weiterhin dankbar.
Grüße
Andreas
P.S. Hatte diese Antwort eigentlich direkt nach Stefans Beitrag geschrieben, aber dann vergessen auf Absenden zu drücken .
Letzte Änderung: 24 Aug 2014 21:13 von scheel1964.

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 21:47 #12408

  • patrick
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In Schwimmrichtung einkurbeln, wenn du Glück hast sucht der Fisch Wiederstand und dreht in die andere Richtung ab.
Und mehr Tragkraft hilft bei Ausschlitzen auch nicht.
Eine 25er hat über 6 Kg Tragkraft...das bekommst mit normalen Ruten nicht abgerissen...also kannst du mit der auch genug Druck aufbauen.
Mehr Kilo, mehr Druck und dnan noch ohne Dehnung...da zerfetzt du den Fischen das ganze Maul.
Wenn es nicht klappt muss ich dir den Rat geben: Fisch woanders. Da wo du den Fisch auch waidgerecht landen kannst.
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 22:00 #12410

wen der fisch größer ist nehme ich immer den druck raus,einfach auch mal schwimmen lassen.mit stärkerem gerät bringt nur was mit der bootsrute und 045er geflecht.
habs doch im lezten video (mit pellets und pin) lehrhaft konnt anschauen.der angler hat keinerlei druck gemacht und die barbe ist direkt auf ihn zu gekommen.
hechte im anglerfilm springen immer wie verrückt,kein wunder,das sieht ja auch besser aus.wen ich da immer sehe was die für einen druck auf die leine geben.bei meinen ganzen hechten ist es mir bisher nur einmal passiert,das er gesprungen ist.
das wäre meine erfahrung dazu,wie seht ihr das

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 22:06 #12411

  • scheel1964
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Hallo Patrick,
Danke für den Tip. Das mit dem Zug in Fluchtrichtung habe ich probiert, weil das sonst oft funktioniert, war aber erfolglos und an diesem Platz auch kaum möglich, da müsste ich einfach mit der Rute weiter nach rechts laufen können auf den Punkt zu, zu dem die Fische flüchten.
Und wie gesagt angle ich auf Friedfisch auch eigentlich nicht mit Geflochtener eben aus den von dir genannten Gründen. Ausnahme ist nur das Feedern auf große Distanz, kommt aber eigentlich sehr selten vor.
Von der Schnur versprech ich mir auch nicht mehr Druck ausüben zu können, sondern eher von den Ruten. Die Drennans sind halt doch typische Avon/Ledger Ruten, meine 2,25Lbs Ruten sind Nachbauten der legendären Ruten von Kevin Maddocks aus seinem Carp Fever Buch, also schon echte Karpfenruten mit entsprechendem Rückgrat.
Aber ansonsten bleibt wohl tatsächlich nur, eine andere Stelle zu beangeln, wobei der See durch starken Seerosenbewuchs und überhängende Bäume und Büsche keine Stellen mit optimalen Drillbedingungen bietet.
Grüße
Andreas

Aw: Probleme beim Drill 24 Aug 2014 22:12 #12412

  • scheel1964
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  • Beiträge: 21
zanderpitt schrieb:
wen der fisch größer ist nehme ich immer den druck raus,einfach auch mal schwimmen lassen.mit stärkerem gerät bringt nur was mit der bootsrute und 045er geflecht.
habs doch im lezten video (mit pellets und pin) lehrhaft konnt anschauen.der angler hat keinerlei druck gemacht und die barbe ist direkt auf ihn zu gekommen.
hechte im anglerfilm springen immer wie verrückt,kein wunder,das sieht ja auch besser aus.wen ich da immer sehe was die für einen druck auf die leine geben.bei meinen ganzen hechten ist es mir bisher nur einmal passiert,das er gesprungen ist.
das wäre meine erfahrung dazu,wie seht ihr das


Hallo Zanderpitt,
sicher ein interessanter und überdenkenswerter Ansatz. Allerdings hatte ich in meinem Fall schon das Gefühl, das die Fische ganz gezielt in Richtung der Hindernisse geschwommen sind. Zwei kleinere Karpfen, die ich aus ihrer Fluchtrichtung drehen und landen konnte, haben ebenfalls versucht, genau dorthin zu flüchten. Ich fürchte ganz ohne Druck schwimmen die trotzdem auch genau da hin.
Grüße
Andreas

Aw: Probleme beim Drill 30 Aug 2014 10:35 #12456

  • scheel1964
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  • Beiträge: 21
Kurzer Nachtrag:
Ich war gestern noch mal los an der gleichen Stelle. Mit stärkeren Ruten (Eigenbau RST M3 Blank), einem geflochtenen Vorfach und Hartmais an der Haarmontage war es kein Problem mit ordentlich seitlichem Druck die 6 Karpfen zwischen 6 und 11 Pfund von den Seerosen fern zu halten und sicher zu landen.
So toll die Drennan Specialist auch sind, bei Hindernissen im Wasser und größeren Karpfen am Band sind sie doch schnell überfordert und einfach zu schwach auf der Brust.
Grüße
Andreas
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