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Lokalisierung von Fischen
(1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Lokalisierung von Fischen

Lokalisierung von Fischen 15 Jun 2014 22:42 #11038

  • HerrJanssen
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Die Lokalisierung von Fischen stellt, nach der Lektüre diverser Bücher, offenbar den ersten und fast wichtigsten Schritt zum erfolgreichen Angeln dar.

Bei aller Theorie, fällt es mir jedoch ungemein schwer, "den Fisch zu finden". An meinem Stammgewässer weiß ich ungefähr, was mich wo erwartet, da ich nur wenige Stellen beangele, die ich recht gut kenne. Wäre ich gezwungen neue Stellen aufzutun, wären Schneidertage wohl eher die Regel, als die Ausnahme, da ich selbst bei den 17ha auf Schwierigkeiten stoße, Fische "lehrbuchmäßig" zu lokalisieren…

Ich habe mir eine Jahreskarte für ein schönes, großes Gewässer (insgesamt ca. 240ha) in der Nähe besorgt und möchte dort natürlich gezielt die Friedfische beangeln, die meine Passion darstellen. Nur, wie stelle ich das am besten an? Wo setze ich mich hin? Welche Stellen sind vielversprechend? Mehrere Ansitze an einem verhältnismäßig schmalen Verbindungskanal brachten einige wenige wunderschöne Rotaugen von jeweils ca. 500g, was mich in der Annahme bestärkt, es gibt darin genug Fisch, nur muss man ihn finden…
Das Wasser ist extrem klar (Baggersee), es gibt mehrere schöne Buchten, die gut aussehen. Tiefenkarten besitze ich auch. Aber ich bin trotzdem angesichts der schieren Größe (und wohl auch wegen meiner meist nur begrenzten Zeit) irgendwie damit überfordert.

Daher möchte ich Euch um Hilfe und Anregungen bitten, die über die Standardaussagen wie "stundenlang hinhocken und das Wasser beobachten", "auf aufsteigende Blässchen achten" hinausgehen. Erstens werd' ich von so was blöde, zweitens habe ich dabei noch nie etwas beobachten können, zumindest in den mir bekannten Gewässern.

Ich denke, angesichts der nahenden Urlaubszeit, wo mancher vielleicht mit Rute und Rolle an ein unbekanntes Gewässer fährt, ist ein Austausch von solchen Tipps hilfreich und willkommen.

Also: Traut Euch.
A float tip is pleasing in it's appearence and even more pleasing in it's dissapearence!
[H.T. Sheringham]
Letzte Änderung: 15 Jun 2014 22:43 von HerrJanssen.

Aw: Lokalisierung von Fischen 15 Jun 2014 23:25 #11039

  • Spike
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Also sich hinhocken und stundenlang das Wasser beobachten ist an solch großen Gewässern meiner Erfahrung nach Zeitverschwendung.
Reines Glück da mal einen oder mehrere Fische zu sehen.
Ich würde, falls erlaubt, dort einige Erkundungstouren mit Boot und Echolot machen und gezielt nach Kanten, Barschbergen etc. Ausschau halten.
Übergänge von hartem zu weichen Grund sind auch immer einen Versuch wert.(Auf den meißten Echoloten gut zu erkennen)
Tiefenkarten sind zwar ganz nett aber darauf ist mit Sicherheit nicht eine kleine 30cm Kante zu erkennen.
Loten mit der Lotrute geht natürlich auch,dauert halt nur länger und du bist auf Wurfdistanz beschränkt.
Die gefundenen Stellen würde ich dann (falls erlaubt natürlich) vom verankerten Boot mit der Posenrute abfischen oder vom Ufer aus dort meine Köder ablegen.
Du kannst ja mal schreiben wie die Regeln und Bedingungen dort sind dann kann ich vieleicht etwas konkreter werden.
Gruß
Michael

Aw: Lokalisierung von Fischen 16 Jun 2014 08:37 #11040

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Das Problem mit dem Finden der Fische in großen Gewässern kenne ich nur zu gut. In den Gewässern (alte Baggerseen), die ich befische darf ich kein Boot nutzen. Da fällt das Echolot schon mal weg. Meine ersten Versuche starte ich immer an markanten Spots, die ufernah und leicht zu erreichen sind. Überhängende oder ins Wasser ragende Bäume, flach auslaufende Landzungen, Seerosenfelder und vorallem nachts: flache Gewässerbereiche...halt alles, was auf den ersten Blick interessant erscheint. Wenn der Spot dann auch noch nur durch einen langen Fussmarsch oder Klettertouren zu erreichen ist...noch besser, dann sind zumindest nicht all zu Viele scharf darauf dort zu fischen. Lotrute ist natürlich immer mit dabei. So kann man auch mal auf dem Weg zu einem Spot den ein oder anderen Platz "nebenbei" etwas untersuchen. Und sonst? - Beim Fischen das Wasser beobachten. Sehe ich an einer Stelle weiter draußen Fischaktivität (rollende oder springende Fische) lohnt es sich auch mal kurz die Lotrute zu reaktivieren. So findet man nach und nach gute Plätze. Und auch wenn's schwer ist...einfach andere Angler anquatschen. Im Gespräch erfährt man meist mehr als beim stundenlangen Suchen.

Beste Grüße,

Nico
"An angler is a man who spends rainy days sitting around on the muddy banks of rivers doing nothing because his wife won’t let him do it at home..."

Aw: Lokalisierung von Fischen 16 Jun 2014 14:24 #11041

  • Rübezahl
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Pack die Badehose ein...
Im Ernst, mit der Taucherbrille kann man die Fraßlöcher von Brassen und Karpfen ganz gut finden, wenn das Wasser klar ist. Wenn das dann noch in der passenden Tiefe (vermutlich abhängig vom Gewässer, aber weniger als 8m sollten es sein - schätze ich) ist, einfach mal darauf füttern und schauen was passiert. Ob das bei Schleien auch klappt, weiss ich nicht. Wenn Du keine Probleme mit Wasservögeln hast, kannst Du sehr deutlich sehen ob die Fische den Platz angenommen haben.

Aw: Lokalisierung von Fischen 16 Jun 2014 17:29 #11044

  • Tincer
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Neues Gewässer?
Tja, ich gehe dort erst einmal Spinnangeln
Fingermethode (www.fishing-maniacs.de/viewtopic.php?f=2...c9303fa8296e51607dad) und Twister mit Jigkopf ... damit erfühle ich den Gewässerboden förmlich und schaffe es so in kurzer Zeit recht viel Fläche zu beurteilen ... ab und zu gibt es sogar schon Fische dabei zu fangen

Ich lokalisiere so schlammige Bereiche, Kraut, festen Grund, Tiefen annährend und kann dann entscheiden, wo ein Versuch in Frage kommt.

Moderner, schneller für solche Erkundungen ist natürlich ein Boot samt gutem Echolot ... aber das darf man nicht überall benutzen.
Ich angele, um dem Lärm der Welt zu entfliehen.

Aw: Lokalisierung von Fischen 16 Jun 2014 22:08 #11048

  • HerrJanssen
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Okay, danke für Eure Ideen, aber ich hab weder die Möglichkeit an an Boot, geschweige denn ein Echolot zu kommen. Daher bin ich auf Methoden vom Ufer aus angewiesen.
Andere anquatschen ist gut... Wenn ich komme, gehen die meisten grad' nach Hause und der Angeldruck ist dort nicht wirklich groß, so dass man nicht laufend anderen Anglern übern Weg läuft...

@Tincer: Danke für den Link zu der Fingermethode. Kannte ich so nicht! Hoffe, dass Gepetto mir genügend Gefühl in den Fingern geschenkt hat. Bin da manchmal etwas grob.

Ansonsten komme ich wohl nicht umhin, zu loten. Wobei ich mir da erst recht nicht einig bin, ob ich dabei auch die Struktur des Bodens richtig interpretiere. Manchmal ist es blöd, wenn man Autodidakt ist und schlicht keinen erfahrenen Lehrherrn hat.

@ alle anderen: Danke für Eure Tipps und bitte weiter Ideen beitragen. Ich will Eure Tricks und Kniffe!
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[H.T. Sheringham]

Aw: Lokalisierung von Fischen 17 Jun 2014 10:40 #11050

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Das mit der Badehose und Taucherbrille ist eine gute Idee. Hat man ja in der Jugend ständig gemacht. Montagen sogar hinausgeschwommen und auf Sicht abgelegt. Man wird mit zunehmendem Alter faul

Um das ganze vielleicht auch für niedrige Wassertemperaturen erträglich zu machen: Wathose an und mit Guckrohr "bewaffnet" die Uferkanten abwatscheln. Das eigene Ufer sollte man nicht unterschätzen. Ich habe schon einige schöne Fische direkt vor den Füßen gefangen, solange es dort noch tief genug ist. Ich erinnere mich an einen Platz direkt an einem Radweg gelegen, der um den See führte. Ein paar überhängende Bäume und bereits 1m vor dem Ufer ca. 1,5m tief. Geangelt hat da keiner. Zu dicht am Radweg, zu viel Verkehr... den Karpfen war's anscheinend egal

Google-Earth kann auch hilfreich sein. Die Luftaufnahmen zeigen manchmal ausgeprägte Flachwasserbereiche. Wasservögel beobachten ist auch gut. Blässhühner (Blässrallen) tauchen nicht tief hinab zum Fressen (da sie nur ca. 20 sec. tauchen können und dabei knapp 2m Tiefe bewältigen, kann man in etwa erahnen wie es da unten ausschaut. Entweder ist es dort flach, oder das Kraut wächst sehr hoch). Wo diese kleinen "Querulanten" abtauchen und mit Futter wieder auftauchen, lohnt es sich immer auch eine Rute abzulegen. Gerade in Baggerseen mit wenig Pflanzenbewuchs kann man so ein Krautfeld finden. Und hier ziehen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Fische zum Fressen entlang. Schwimm- und Gründelenten (Stockenten z.B.) mögen lieber flache Gewässerbereiche und tauchen ungern nach Futter. Tauchenten (z.B. Eiderenten) können wiederum bis zu 10m tauchen und tun dies anscheinend auch sehr gern. So kann man sich schon beim Sonntagsspaziergang einen kleinen Eindruck über die Gewässerstruktur verschaffen.

Beste Grüße,

Nico
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Letzte Änderung: 17 Jun 2014 10:43 von Rookie.

Aw: Lokalisierung von Fischen 17 Jun 2014 19:25 #11053

  • patrick
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Also ich verwende oft Wurfecholote.
Smartcast z.B..
Sind nicht mal so teuer bei ebay.
Michael Schlögel bietet sogar ein "tuning" dafür an.
Statt 25 Meter Reichweite hast du dann fast 100.
Ist aber recht teuer. Aber so wie ich das rausgelesen habe wird einfach ein Signalverstärker oder sowas eingebaut.
Ein findiger Modellbauer sollte das wohl auch machen können.
Sehr nett auch im Fluss, abtreiben lassen und live die Tiefe ablesen.
Mit Fish Finder hat das übrigens nichts zu tun...die Teile taugen wirklich nur um Tiefe und Temperatur zu ermitteln.

Und ein Schlauchboot reicht auch schon um seinen "Horizont" zu erweitern.
Kannst auch das Wurfecholot hinter her schleppen.

Also in einem so großen Gewässer würde ich ohne die beiden Sachen nicht antreten.
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill
Letzte Änderung: 17 Jun 2014 19:28 von patrick.

Aw: Lokalisierung von Fischen 17 Jun 2014 20:40 #11056

  • xAlex
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Leih dir ein Boot und ein Echolot. Am besten ein gutes Echolot.
Als Boot tus im Sommer auch ein Bananaboat, Bellyboat oder Schlauchboot zur not.

Ein Gewässer dieser Grösenordnung ohne Echolot zu erfassen dauert ansonnsten Jahre....

Grüße

Alexander
Biggie und Fibre Paste süchtig...

Aw: Lokalisierung von Fischen 17 Jun 2014 23:43 #11059

Hallo,


neben den bisher genannten Tipps würde ich mir ein solch großes Gewässer erstmal über google earth anschauen. Vielleicht sticht einem da ja schon eine Ecke ins Auge, sie man sich dann mal genauer vor Ort anschauen sollte.

Weiterhin würde ich mir bei Großgewässern erstmal eine einzelne Bucht oder einen anderen interessanten Gewässerbereich vornehmen um diese kennen zu lernen. Hätte ich da freie Wahl, würde ich eine Bucht bzw. den Uferbereich nehmen, auf den der Wind in der Regel weht.

Und dann das Wichtigste: Einfach mal angeln gehen. Am besten früh morgens und abends. Ich denke, da hat man die besten Chancen Fische zu fangen oder Fischaktionen zu sehen. Gerade bei den von mir genannten Tageszeiten, würde ich immer auch sehr Ufernah fischen und an hinter der ersten Kannte. Dann am besten mit sehr attraktiven Futter und kleinen Ködern (z. B. Grundfutter und Maden oder Dosenmais) um überhaupt mal zu sehen, ob überhaupt etwas beißt und was für Fische zu fangen sind.
Aufbauend auf den so nach und nach gesammelten Erfahrungen an verschiedenen Plätzen muss man sich dann halt überlegen, ob das ganze so schon Sinn macht, oder wirklich per Boot und Echolot nach potentiellen Fangplätzen gesucht werden muss.

Georg
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