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THEMA: Döbel im Winter

Döbel im Winter 08 Nov 2009 14:36 #444

  • Andal
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  • Beiträge: 439
Der Döbel ist neben der Barbe ganz klar mein Lieblingsfisch. Besonders jetzt, wo das Wetter schmuddelig und das Wasser kalt wird. Wie sieht eure Winterfischerei auf Döbel aus?

Welche Gewässer(-abschnitte)?
Welches Gerät?
Welche Köder, welches Futter, wenn überhaupt gefüttert wird?
Welche Taktiken?

Mich interessieren hier wirklich nur die reinen Friedfischmethoden und nicht die Tatsache, dass Leuciscus cephalus auch mal auf Spinnköder geht!
ARGE Zielfisch

Aw: Döbel im Winter 09 Nov 2009 15:27 #445

  • Wolfgang
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Sehr gutes Thema!

Ich habe nun erst ein Jahr (und eine Wintersaison) hinter mir, in dem ich zu 90% nur auf Döbel gefischt habe. Ich werde aber auch diesen Winter (bis etwas Ende März) neben Hecht nur noch auf meinen geliebten Chevin angeln.

Insgesamt habe ich in der letzten Wintersaison in fünf unterschiedlichen Gewässern auf Döbel geangelt. Das ging vom kleinen Tieflandfluss (10 breit), über Spree und Sieg bis zur unteren Lahn, die ja schon eine beachtliche Größe aufweist.

Wirklich begriffen habe ich jedoch nur die Spree, vermutlich weil ich dort mindestens 20 mal im Winter war und ebenso oft im Sommer. Das interessante war schon mal, dass an etwa 4km Strecke, die ich im Winter intensiv befischt habe, ich nur - und wiederholt - an zwei Stellen Döbel gefangen habe! Alle anderen noch so interessanten Features blieben ohne Biss.

Ich habe insgesamt drei verschiedene Taktiken im letzten Jahr angewandt:

1.) Wanderangeln nur mir Hakenköder ohne Anfüttern, d.h. mit großem und gut sichtbarem Köder (Käsepaste und Frühstücksfleisch) Features abangeln. Das machte mir vor allem auf Gewässerstrecken mit vielen versunkenen Ufergölzen Sinn, wo die Döbel praktisch überall stehen können.

2.) Ausgewählte Features mit dem Groundbaiter vorfüttern und dann abwechselnd beangeln. Das habe ich an Gewässerstrecken gemacht, wo es nur wenige, aber dafür besonders heiße Features gab, die vermutlich mehrere Fische enthalten können.

3.) Mit dem Futterkorb punktgenau in einer Linie fischen. Das erscheint mir insbesondere in großen Gewässern wie der Lahn sinnvoll, wo es schwierig ist, dem Fisch einen Köder direkt vor die Nase zu werfen. Durch gewürzte Maden oder Weißbrotpampe im Madenkörbchen verspreche ich mir eine gewisser Lockwirkung von zumindest einigen Metern.
So habe ich aber auch schon an einem kleinen Flüsschen gefangen, wo ich das Körbchen nur 10cm vor überfluteten Ufergräsern abgelegt hatte, die das gesamte Ufer über etwa 100m säumten. Auch hier war mein Plan, mit Weißbrotpampe die Fische stromaufwärts zu locken, was dann nach etwa einer Stunde auch funktionierte.

Als Montage benutze ich bei 1.) und 2.) ein einfaches Link-Leger aus Klemmbleien auf einer Schnurschlaufe, die ich je nach Strömung und Feature schnell variieren kann. Der Haken (Größe 2 bis 10) geht direkt an die 18er Hauptschnur; zwischen Haken und Link-Leger sitzt ein Legerstop. Bissanzeige über Rutenspitze oder Touch-Legering.

Beim Fischen mit dem Futterkorb benutze ich auch eine einfache Laufbleimontage. Hier funktioniert aber keine durchgehende Hauptschnur, weil beim Wurf der Legerstop durchrutschen würde. So binde ich halt immer noch einen Tönnchenwirbel dazwischen. Auch wenn diese Montage im Gegensatz zu den gängigen Feedermontagen Nachteile bei der Bisserkennung hat und sich auch gerne man vertüddelt, so ist es für mich aber die sicherste Montage für den Fisch, falls die Montage dann doch mal abreißt. Feedermontagen geben nämlich das Körbchen nicht frei, was dann für einen abgerissenen Fisch nicht so cool ist...

Gruß

Wolfgang

Aw: Döbel im Winter 11 Nov 2009 18:50 #448

  • nasobem
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  • Beiträge: 171
In elsässischen Kanälen mit Floatrod und Bodenblei, das ich wie Wolfgang vermittels Schnurschlaufe und Schroten anbringe. Um die Montage auch mit knotenunwilligen Winterfinger gewechselt zu bekommen ist meist ein Vorfach zwischen Hauptschnur und Haken.
Als Köder verschiedene Wurstsorten, die weicheren kommen auf oder um den Haken, die härteren an Haar. Bei Bedarf wird mit Spritze und Kanüle etwas Fischsoße injiziert. Hähnchenleber als Klassiker darf nicht fehlen und der Wurm muss auch mal herhalten. Heute habe ich mir beim Fischstand auf dem Markt Salmonidenlaich (von Bachsaibling und ReFo) bestellt, den werde ich diesen Winter mal ausprobieren.
Im Falle des Anfütterns kommen einige wenige kleinere Kostproben des Hakenköders ins Wasser. Bei Verwendung der Soße auch ein paar Spritzer derselben.
Edit: Eine Kanalstrecke wird jetzt wohl ausfallen, da die zuständige federation peche etwas für die Fischerei tun will. Der Kartenverkauf nahm wohl doch zu sehr ab. Jedenfalls haben sie über meiner bislang meist besuchten Strecke die rote Laterne aufgehängt und zum "parcours famille" erklärt, incl. Erlaubnis den Uferweg mit dem Auto zu befahren.
Squameus herbosas capito interlucet arenas (Ausonius)

Aw: Döbel im Winter 20 Nov 2009 10:46 #450

  • Wolfgang
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Aha, elsässische Kanäle... Ich habe nur eine einzige Erinnerungen an die Qualität Französischer Gewässer in Bezug auf Döbel. Ich war vor drei Jahren mit meinem Vater auf "Kulturexkursion" mit unserem lokalen Geschichtsverein in Lothringen (im Norden Frankreichs). In der Mittagspause musste ich mich von der Gruppe der doch eher reiferen Semester absetzen. Wie immer an das nächste Gewässer und nach Anzeichen von Fischen geguckt. Auf einer Brücke über einem Flüsschen wäre ich dann fast an meinem Apfel erstickt: Unter der Brücke stand gemächlich ein Trupp von etwa 7 Döbeln, von denen der kleinste um die 4 Pfund hatte. Darunter war auch ein Fisch, den ich aufgrund seiner Größe erst nicht als Döbel akzeptieren wollte. Rapfen? Karpfen? Oder Zander? Bescheuerte Gedanken. Nach längerer Beobachtung war ich mir dann sicher: Es war tatsächlich ein Döbel der mindestens 7 Pfund haben musste (ich halte mich mit meiner Schätzung noch zurück).

Der Tag war verständlicherweise für mich gestorben und ich konnte mich nicht mehr auf gotischen Kathedralen konzentrieren (kann ich mich so schon schwer bis gar nicht; was tut man nicht alles für seine Eltern...).

Irgendwann fahr ich da mal angeln!

Aw: Döbel im Winter 22 Nov 2009 13:03 #452

  • Trotter
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Hallo,
jetzt zur kalten Jahreszeit verfahre ich so, dass ich mehrere (3-6) unterschiedliche Stellen vor Angelbeginn mit einigen Stücken Frühstücksfleisch und einer halben Hand voll Dosenmais anfüttere. Anschließend fische ich die Stellen nacheinander mit der Legerrute ab. Tut sich nach einer halben Stunde nichts, gehts weiter an die nächste Stelle. Mehr als zwei Döbel an der gleichen Stelle habe ich in unserem Fluß noch nie gefangen, also wechsle ich auch dann die Stelle. Gestern konnte ich so meinen PB Döbel mit 7Pfd 50g fangen.

Gruß

Aw: Döbel im Winter 23 Nov 2009 14:30 #453

  • Wolfgang
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7 Pfund! Herzlichen Glückwunsch! Das ist mal eine Ansage... Konntest Du ein Bildchen knipsen?

Ich hatte die letzten beiden Tage böses Pech. Drei Bisse auf Frühstücksfleisch, drei mal versemmelt. Irgendwie war es hier in Berlin äußerst zäh...

Aw: Döbel im Winter 23 Nov 2009 15:05 #454

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Hallo,
vielen Dank. Über den Döbel hab ich mich sehr gefreut und er wird wohl für lange Zeit mein Größter bleiben(allerdings habe ich 2 Stück ähnlichen Kalibers schon vor einiger Zeit beobachtet, wer weiß also...)Fotos habe ich zwei Serien mit 30 Bildern gemacht (Selbstauslöser). Von den Fotos bin ich allerdings sehr enttäuscht, da der Fisch ziemlich mickrig aussieht und sein dicker Bauch kaum rüber kommt.

Gruß

Aw: Döbel im Winter 23 Nov 2009 15:07 #455

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Foto:

Aw: Döbel im Winter 23 Nov 2009 15:14 #456

  • Wolfgang
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Ich habe auch oft Pech mit Selbstauslöser. Meistens aber wegen falschem Autofokus (das Ding misst alles, aber nie den Fisch...)

Noch mal: 7 Pfund ist verdammt gut! Vor allem, wenn man gezielt darauf fischt. Die ganzen Boiliedöbel der Karpfenangler zählen ja nicht...

Aw: Döbel im Winter 23 Nov 2009 19:54 #457

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Ich würd ja gern ein Bild einstellen, aber irgendwie klappt das heut nicht, nicht mal in der Vorschau???
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