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Barbe: Stellenwahl am Rhein
(1 Leser) (1) Gast

THEMA: Barbe: Stellenwahl am Rhein

Barbe: Stellenwahl am Rhein 23 Aug 2013 22:40 #6539

  • Wolfgang
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Hi Leute!

Kennt jemand von Euch gute Beiträge über die Stellenwahl zum Fang kapitaler Barben am Rhein oder anderer Ströme? Oder hat jemand selbst Erfahrungen?

Gruß

Wolfgang

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 24 Aug 2013 09:50 #6540

  • Andal
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In den 6 Jahren, die ich jetzt hier am Rhein zwischen Andernach und Remagen auf Barben fische, bin ich über die 65 cm Marke noch nicht hinausgekommen. Also keine kapitalen Fische. Besondere Stellen konnte ich dabei auch nicht ausmachen. Ich fing sie schön verteilt über alle üblichen Plätze.

Anders im vergangenen Jahr am mittleren Po. Da war ein Spezi im Camp. der zog die richtigen Brummer reihenweise in den Kescher. Mitten aus der Fahrrinne und mit brachialem Gerät, weil man bei der Tiefe und der sehr starken Strömung dort gar keine andere Chance hatte. Mit 4 lbs. Ruten und Krallenbleien von +300 gr. und Boilies... eine Fischerei, die mir überhaupt keinen Spaß macht in diesem Kaliber.

An den Stellen, wo man wieder mit üblichem Gerät zu Rande kam, waren auch die Fischgrößen wieder durchschnittlich.
ARGE Zielfisch

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 24 Aug 2013 13:16 #6542

  • M_Marc
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@Wolfgang

schau Dir doch mal die Seite von Frans Vogels an (www.barbelen.nl).
Die Holländer sind das Thema vor Jahren mal über Selektivköder ange-
gangen und hatten sehr positive Erfahrungen.
Grosse Pellets brachten an den üblichen Stellen in Rhein, Waal, Ijssel
auch die grossen Barben.
Wahrscheinlich ist ein grosser Brocken Käse ähnlich selektiv, aber wesent-
lich teurer.
Der Frans fischt auch wohl eher normale Barbenruten (Korum usw.) und
keine Brandungsprügel auf max. 30m Wurfweite im Strom.
Die Seite Rinko Oosterveen ist schön aufgebaut aber nicht so informativ,
eher "Korum und Sonubaits Consultant like".
Ich habe das mit den grossen Pellets (20mm) in der Lenne ausprobiert
und alles hat sich bestätigt - der Köder wird auch sofort angenommen.

Gruss

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 24 Aug 2013 16:11 #6543

  • Sixpack
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Hallo Wolfgang,

kann nur von meinen Erfahrungen an der Donau in Österreich sprechen, wobei diese dem Rhein in punkto Größe &Strömung ja nicht ganz unähnlich ist.
Zur Platzwahl - ich bevorzuge Stellen mit möglichst gleichmäßiger Strömung und ohne große Verwirbelungen. Kehrströmungen oder Buhnenfelder/-kanten waren bisher eher die Flops auf Barben. Im Frühling seichtes, schnell strömendes Wasser, ab August dann tieferes Wasser mit etwas weniger Strömung. Es sollte möglichst Schottergrund vorhanden sein, da ihn die Barben lieben und sich deine Materialkosten dadurch in Grenzen halten werden. (Grundeln gibt's auf reinem Schottergrund auch kaum, sofern du nicht unmittelbar neben der Steinpackung liegst)

Ich verwende mittlerweile Greys-Feederruten mit 250g WG sowie 8oz -Spitzen, Schnurstärke 0,28 sowie Freilaufrollen - manche mögen die Nase rümpfen, aber die Bissfrequenz ist nicht so hoch als dass es realistisch ist stundenlang 2 Spitzen zu fixieren -überdies kommen viele Bisse dermaßen brachial, dass es einem auch mal das Wallerpod umschmeißt, wenn man ohne Freilauf mal kurz wegsieht.....die Fische haken sich idR. durch den Strömungsdruck auf der Schnur selbst.
Selektive Köder wie Boilies oder Pellets sind zwar gut und schön, funktionieren aber auch nur dort, wo viel damit gefüttert wird, und wo das Zeug auch liegen bleibt -bei der Strömung der der Donau ist dies definitiv nicht meine erste Wahl. (ausg. Stauwurzel mit schwacher Strömung)
Die höchste Bissfrequenz hat man immer noch mit Maden -mit einem Maggotclip in XL hält man sich auch die meisten Grundeln vom Leib.
Auch im Futter sollte ein möglichst hoher Madenanteil sein -Futter natürlich so schwer als möglich -wenig aber oft füttern......

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 24 Aug 2013 16:57 #6545

  • M_Marc
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  • Beiträge: 113
Sixpack schrieb:

Selektive Köder wie Boilies oder Pellets sind zwar gut und schön, funktionieren aber auch nur dort, wo viel damit gefüttert wird, und wo das Zeug auch liegen bleibt -bei der Strömung der der Donau ist dies definitiv nicht meine erste Wahl. (ausg. Stauwurzel mit schwacher Strömung)
Die höchste Bissfrequenz hat man immer noch mit Maden -mit einem Maggotclip in XL hält man sich auch die meisten Grundeln vom Leib.


@Sixpack

Ich befische einen Vereinsabschnitt der Lenne (kleiner NRW Fluss) von ca. 2 km. Dort fischt
ausser mir niemand mit Pellets, trotzdem wurden diese sofort angenommen.
Pellets geben ja auch im Vergleich zum Boilie sofort Partikel ab, desweiteren konnte ich nicht feststellen, dass eine Notwendigkeit der Konditionierung auf den Köder erforderlich ist.
Es ist bei dieser Vorgehensweise natürlich günstig, mit Fischmehl angereichertem Grundfutter oder gemischten Pelletgrössen bzw. gecrushten Pellets zu arbeiten - Maden würde ich persönlich in dem Fall weglassen, da ich ja eine Strategie verfolge.
Schlussendlich ist das Halibut/Hemp was die Engländer gerne verwenden, ein sehr gutes Lockfutter, damit die Barben zum Köder gelangen.
Das Maden den besten Barbenköder darstellen, würde ich nicht abstreiten wollen.
Problem ist nur, dass viel Kleinfisch oder kleinere Fische gefangen werden - nachts haken sich
dann oft Fische, wovon man gar nichts mitbekommt usw.
Also ganz kurz, für mich persönlich keine Methode um an grosse Barben zu kommen.

Gruss
Letzte Änderung: 24 Aug 2013 16:59 von M_Marc.

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 24 Aug 2013 17:06 #6546

  • Sixpack
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  • Beiträge: 281
Nun, kein Gewässer ist gleich -Wolfgang wird es ohnehin austesten müssen......
(kann mich allerdings an die Seite barbenfischen.de erinnern -da ging es fast nur um den Rhein...da waren Pellets auch nicht so der Bringer -ist aber schon ein paar Jahre her)
Was ich geschrieben habe, basiert auf meinen Erfahrungen an der Donau -und ich habe auch dort recht viel mit Pellets experimentiert.
Was die Kleinfische betrifft, ist man mit dem XL-Maggotclip relativ sicher -unter einer guten Brachse steigt da kaum etwas ein.

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 24 Aug 2013 20:59 #6547

  • xAlex
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  • Beiträge: 601
Servus Leute!

Vorletztes Jahr war ich fürn Wochenende an der Donau bei Regensburg- Kehlheim um große Friedfische zu beangeln.
Ich bin mit einer 150 g Feederute angerückt...
Habe dort Grundeln an der Steinpackung überlisten können.
Die Profis beangeln dort aber um die großen zu erwischen mit schwerem Brandungsgerät mitten in der gleichmäßigen Strömung.
Wichtig war der Übergang von der gleichmäßigen in die schnelle Strömung.
Das war auch mein letzter Versuch im großem Fluss.

In mittelgroßen Gewässern an Auslaufstrecken wie Lech und Isar kann ich sagen das sowohl der Auslauf als auch Einlauf von Rinnen und Gumpen die besten Plätze sind. Nur im Vergeich zu den großen Strömen kann man dort die Stellen optisch erkennen..

Ich glaube da kann man vllt. beim Matchanglerforum oder so spionieren.

Grüße

Alexander
Biggie und Fibre Paste süchtig...

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 24 Aug 2013 22:21 #6549

  • mupliss
Tach zusammen,

ich kann aus meiner Kölner Zeit viele Dinge bestätigen...

Im Kölner Bereich ist der Rhein recht schnell, so dass man die schöne Barbenfischerei mit der 1.75lb'er vergessen kann. In den südlichen Buhnen ab Poll bis zur Groov fing man vor mehr als 10 Jahren kleine Barben auf Made. Meine letzten Tage am Rhein sind inzwischen mehr als 5 Jahre her und damals hat man auf Made jede Minute eine dieser Neozoa-Grundeln - afaik gibt es mindestens drei verschiedene neu Grundeln im Rhein - gehakt...
Die Leutz mit den Brandungsruten gabs in Köln auch. Heutzutage gibt es ja auch entsprechende Feederruten.
Die Alten erzählten immer von der Strömungskante am Buhnenkopf - du musste hin. Schwachsinn, da bekommt man 140g nicht ans Liegen! Wenn man dann deren 40g Sargbleie sieht...die Fischen überall, nur nicht am Kopf.
In den großen Buhnenbecken liefen in der Mitte im Flachen meist Brassen, manchmal sogar größere, Aale und praktisch gar keine Rotaugen. In den letzten Jahren dann ohne Ende Welse, alle 20-30cm.
Die Barben liefen meist mittig zwischen zwei Buhnenköpfen draußen an der Strömungskante. Aber selbst hier hat man mit 140g Probleme, weil die Gegenströmung in der Buhne voll in der Schnur steht.
Zum Barbenfischen wurde damals gerne an den Niederrhein gefahren, da hier der Fluss doch wesentlich ruhiger fließt. Leider war ich persönlich nie dort...

Aufgrund der Grundel-Problematik und der starken Strömung läuft es am Rhein auf Pellets und brutales Gerät hinaus. Das hat nichts mit den netten englischen Videos vom Wye und Co. zu tun. Vor dem Hintergrund würde ich in die Nebenflüsse gehen und hier mein Glück suchen...
...macht einfach keinen Spaß am Rhein.

Gruß

Olli

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 25 Aug 2013 11:25 #6553

  • HerrJanssen
  • OFFLINE
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  • Wenn man doch nur mehr Zeit fürs Angeln hätte...
  • Beiträge: 200
Leider ist es am Niederrhein auch nicht weit her mit der Angelei. Die Strömung ist, nat. in Abhängigkeit von jeweiligen Wasserstand, genauso brutal, wie z.B. auch in der Kölner Gegend. Zudem machen es einem die großen Schubverbände, die sehr reichlich unterwegs sind und mindestens bis Duisburg rheinaufwärts fahren, fast unmöglich zu angeln. Wenn man sieht, wie sich der Fluss verändert, wenn so ein Monster-Schubverband vorbeizieht, dann kann man sich leicht vorstellen, dass der vormals halbwegs ruhig liegende Köder, locker 50m weiter (in welcher Richtung entscheidet die dann vorherrschende Strömung) liegt.

Mittlerweile erscheint mir der Rhein recht unattraktiv, obwohl die Bio-Diversität deutlich zugenommen hat. Leider auch an den allseits bekannten Neozoen wie diversen Grundeln und den Wollhandkrabben, deren Anzahl aber gefühlt rückläufig ist.

Maggot-Clips haben bei mir zu keinen Verbesserungen geführt, nachdem ich es leid war nach jeder Minute einholen zu „dürfen“ weil wieder eine Grundel am Haken hing. Vielmehr konnte ich an der Spitze der Feederrute das Abzupfen jeder einzelnen Made vom Clip wunderbar abzählen und wusste zumindest, wann es Zeit wird, einzuholen. Die Grundeln nehmen jeden Spaß beim Angeln. Angeblich soll die mittlerweile reichliche Wels-Population ein wenig Abhilfe bringen, aber das sehe ich noch nicht so klar vor mir.

Vom Füttern mit Maden hat man mir von allein Seiten dringend abgeraten, da so die Grundeln noch stärker angelockt würden. Aber auch, wenn die Maden lediglich am Haken/Clip hängen, beißt meist nix anderes mehr, als Grundeln. Selbst grenzwertig große Haken, mit denen man bestenfalls große Brassen und Barben fangen könnte, werden gern von den Grundeln genommen…

Aber vielleicht kennt ja jemand den ultimativen Trick? Tierische Köder kann man getrost vergessen.
A float tip is pleasing in it's appearence and even more pleasing in it's dissapearence!
[H.T. Sheringham]

Aw: Barbe: Stellenwahl am Rhein 27 Aug 2013 20:02 #6564

  • Andal
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  • Beiträge: 439
Im Rhein ist ja die klassische Fischerei mit ordentlich Maden dank der Grundeln und Wollis bald komplett unmöglich. Diesem Umstand geschuldet und auch angesichts der Fänge die Martin Bowler laufend mit Boilies hat, werde ich jetzt doch über meinen Schatten springen und es mal mit Murmeln versuchen.

Meine angehängte Frage: Habt ihr besondere Lieblingskugeln auf Barben?
ARGE Zielfisch
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