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THEMA: Hochwasser Barben ?

Hochwasser Barben ? 04 Jun 2013 10:55 #6075

Hallo zusammen,

zugegeben, die derzeitige Situation an vielen Flüßen lässt einen ja nicht wirklich ans Angeln decken und wird wohl zumindest in den großen Flüßen auch viel zu stark sein.
Aber von den Tommys kommen ja regelmäßig Berichte und Anregungen zum Barbenfischen bei Hochwasser.
Hat von euch schon jemand Erfahrungen mit dieser meist doch recht extrem wirkenden Art der Barbenfischerei?
Ich muss zugeben beim inzwischen abgeflachten Hochwasser hier bei mir am Flüßchen hatte es mich schon mächtig in den Fingern gejuckt das mal auszuprobieren, da die Barbe aber in Bayern noch bis 15.6. Schonzeit hat habe ich davon abgesehen.

Sollte jedoch (nicht dass ich es den Anwohnern wünsche) außerhalb der Schonzeit das nächste Hochwasser kommen werde ich es definitiv probieren.

Das da dann nur starkes Gerät zum Einsatz kommt ist klar, ich würde in richtung meiner 2,5lbs Karpfenruten tendieren mit 0,35er Schnur und ordentlich Blei um überhaupt an den Grund zu kommen und dort auch zu bleiben.

Sorgen würde mir ein wenig die Köder und Platzwahl machen.
Traditionelle weiche Köder wie Früstücksfleisch, Würmer, Teig und ähnliches dürften bei der Strömung dann ja relativ schlecht am Haken halten. Jedoch reagieren Barben auf Boilies hier überhaupt nicht, vielleicht wäre ein Halibutt Pellet die Lösung.

Und bei den Angelplätzen wäre ich mir auch nicht sicher da die "Normalwasserstand"-Plätze ja dann zu heftig sind zum befischen und wharscheinlich eher etwas ruhigere Randbereiche produktiv werden. Leider bedeutet Hochwasser ja auch immer wesentlich vergrößerte flache Randbereiche, was die Sache nicht einfacher machen dürfte....

Kurzum: Hat von euch schon jemand bei Hochwasser auf Barben gefischt? Erfahrungen, Tipp und Kontroversen?

Danke und Gruß,
Axel
Anglers with a high level of self mastery are acutely aware of their ignorance, their incompetence and their development areas. They are also deeply confident. This may seem a paradox but only for those who do not see the journey as the reward.

Aw: Hochwasser Barben ? 04 Jun 2013 20:21 #6076

  • Ulme
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  • Beiträge: 73
Interessant, dass niemand hierzu schreibt.
Und ich weiß nicht, ob meine doch ... Jahre zurückliegenden Hochwasser Barben (und andere) Fänge noch interessieren?!
Um es kurz zu machen: ich war damals wie heute ein Freund hohen Wassers, am Liebsten noch dann, wenn nach starken Regenfällen die Ager kakaobraun war und infolge der lokal stark unterschiedlichen Niederschlagsmengen in den Einzugsgebieten bei uns (du weißt wo) mehr Hochwasser hatte als die Traun.
Obwohl die Ager deutlich weniger mächtig, kam es dann vor dass das Hochwasser der Ager das leicht höhere Wasser der Traun zurückstaute und sich keine 200m unterhalb des Zusammenflusses bereits eine Farbe wie Cafe o lait bildete (was normalerweise 2 oder 3 km dauerte).
Ja, das waren Tage, wo ich dann stets mit etwas schwererer als sonst Laufbeiolive oder auch Klemmschroten ans Abrollen ging.
Und: die Bisse erfolgten stets da, wo man bei Normalwasser am Ufer oder im seichten Watbereich stand. Die Bisse waren hart und die Fische waren dann meist groß.
Barben bis 5kg, Döbel bis 3 kg und zwei Mal auch kapitale Regenbogen.
Ich hab' bei den Ködern nie Unterschiede gemacht, vielleicht bei der Suppe eine Nummer größer oder einen Wurm mehr.
Und mein verlorener unbekannter (vielleicht) Lebensfisch,den ich damals nach Rutenbruch verlor, biss auch bei solch einer Suppe im überschwemmten Bereich der Kiesbank.

Damals, als es noch hieß: Einst floss ein Fluss durch Wald und Au, nun fließt nichts mehr, nun ist er Stau.
Im Zweifelsfall rate ich dazu, noch dazu wo er heuer Fisch des Jahres ist, den Fisch zurückzusetzen, sofern er das Brittelmaß von 50 cm nicht erfüllt.
Letzte Änderung: 04 Jun 2013 20:23 von Ulme.

Aw: Hochwasser Barben ? 04 Jun 2013 21:42 #6078

  • patrick
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Hatte bei einem mittleren bis leichten Hochwasser eine tageskarte an der Günz bei Günzburg gelöst.
War recht früh im Jahr und ich habe mit recht frischem Käseteig geangelt.
Der hat eigentlich recht gut am Haken gehalten, vorsichtig werfen und milder "plumps". Blei brauchte ich nicht sehr viel, denn die Stelle war bei Normalwasser eine Kehrströhmung.
Einige Meter flussab war ein Busch ins Wasser gestürzt.
Vor diesem habe ich knappe 2 m geangelt.

Unteranderem 1 kleine Barbe, ein feister Karpfen (bald hoch wie lang), eine Forelle und eine mittlere Barbe.
Komischerweise keine Döbel, obwohl die Stelle bei Normalwasser halbstarkle Döbel produziert hat.

Hatte den Teig mit mit edelsüßem Paprika gefärbt und mit Obstwasser gepimpt.


Soviel zu meinen Erfahrungen bei Hochwasserbarben.
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill

Aw: Hochwasser Barben ? 04 Jun 2013 22:01 #6080

  • lucius
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Mit der Materialwahl gehen wir konform.Habe mitte Mai die Fränkische Saale im Bereich Gräfendorf/
Schonderfeld bei Hochwasser(wenn auch moderat) befischt.Dieses idyllische Flüsschen erforderte
Sargbleie zwischen 60 und 80 Gramm um den Köder stationär anbieten zu können.Die 2,5lbs
Karpfenrute reagierte bei dieser Strömung wie ein Quiverrute.
Mein Angelkumpane fing dort auf Mais eine Barbe von 6lbs am 14 Specimen mit einer 2,5lbs
Hexagraph.Er hatte allerdings in Randbereich mit einer Übertief eingestellten Avonpose auf Döbel gefischt und die Barbe war Beifang.Auf meine Wurmmontage hatte ich auch diverseste Barbenbisse die ich durch mein unvermögen nicht verwandeln konnte

Nur soviel: Eine Rute unter 2lbs war dort zu schwach um in der Stömung einen Anhieb setzen zu können.Ich werde es definitiv wieder probieren mit Mais und Wurm

Aw: Hochwasser Barben ? 31 Jul 2014 01:49 #12100

Heute kann ich wieder ein wenig beitragen zu den Hochwasserbarben...wenn auch tlw. nur wie es nicht geht.

War heut mit nem Kumpel an nem Flüßchen hier wo wir schon öfter auf Barbe waren. Normalerweise klar, langsam und im Durchschnitt 1,2 m tief.
Sonst reichten 10 gr. Körbe völlig aus und und ne 3 oz Spitze war eher zu hart.
Heute Kakao mit ordentlich Strömung und etwa 80cm mehr Wasser
40 gr. Körbe blieben grad so liegen drifteten aber beim Absinken gewaltig ab. Die 3 oz Spitze war selbst beim Fischen im Uferbereich aufgrund treibender Vegetation nach kürzester Zeit komplett rund gebogen.
Man muß da schon umdenken, ich wär heut froh gewesen schwere Ruten dabei zu haben, 1,75lbs mit 0,25er Schnur war unterdimensioniert. An effektives Anschlagen war kaum zu denken, es hieß auswerfen, zusehen wie sich die Rute vor Treibgut biegt und warten bis der Fisch sich selber hakt, das bekam man dann mit. Hat eigentlich gut funktionert, ich denke die schweren Körbe, lange Vorfächer und Haarmontagen haben da geholfen, wir hatten 7 Barben.


Ich hatte auf Beifang in Form von Wels oder Aal gehofft und eine Rute mit 3 Tauwürmern am 2er Super Specialist draußen. Klingt eigentlich viel zu grob für eine Karausche
Ist doch eine, oder?
Anglers with a high level of self mastery are acutely aware of their ignorance, their incompetence and their development areas. They are also deeply confident. This may seem a paradox but only for those who do not see the journey as the reward.
Letzte Änderung: 31 Jul 2014 01:50 von grubenreiner.

Aw: Hochwasser Barben ? 31 Jul 2014 07:03 #12101

  • Pietro
Dickes Petri zu den schönen Fischen!

Aw: Hochwasser Barben ? 31 Jul 2014 07:51 #12102

  • Dejavu
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  • Beiträge: 318
Petri zum Fang!

Sieht meiner Meinung aus wie eine schöne Giebel
Ich wunder mich, dass die sich in solchen Strömungen aufhalten

Aw: Hochwasser Barben ? 31 Jul 2014 10:10 #12105

  • mupliss
Ich wunder mich, dass die sich in solchen Strömungen aufhalten


Naja, es ahndelt sich um eine vorwiegend laminare Strömung. D. h., vom Ufer zur Mitte nimmt die Strömungsgeschwindigkeit immer weiter zu, erreicht in der Mitte die höchste Geschwindigkeit und nimmt zum anderen Ufer entsprechend wieder ab.
Zum Teil steht das Wasser sogar am Ufer, also keine Geschwindigkeit.
Genauso verhält es sich aber auch im Schnitt: von der Oberfläche zum Grund nimmt die Strömungsgeschwindigkeit ab. Wäre der Fluss im Querschnitt ein Halbkreis, so wäre VUfer = VGrund also auf Grund stünde das Wasser.

Da die meisten Flüsse aber breiter als tief sind, ist die Strömungsgeschwindigkeit auf Grund nur stark reduziert. Die Fische schwimmen also mit geringem (Kraft-) Mehraufwand...

Aw: Hochwasser Barben ? 31 Jul 2014 12:43 #12110

  • patrick
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  • Beiträge: 999
Axel du hast nicht zufällig die Schuppen gezählt von der vermeintlichen Karausche?
Hätte auch auf einen Gibel getippt. Recht helle Schuppen hat er ja.
Sehr tolle Fische. Hat bestimmt Spaß gemacht.
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill

Aw: Hochwasser Barben ? 31 Jul 2014 20:13 #12121

  • Thommy
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  • Fleißiger Boarder
  • Beiträge: 170
Petri Heil zum Fang!

Bei mir lief während des Hochwassers gar nichts......heute wieder Normalstand und direkt 'ne grosse Barbe vor'm Kescher ausgeschlitzt....

Shit happens......
Wer die Hände in den Schoss legt muss noch lange nicht untätig sein......
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