
Seit 2007 findet das verrückte Wettangeln nun statt. Verrückt deshalb, weil man sich nicht einen idyllischen Fluss oder einen großen See als Veranstaltungsort ausgewählt hat, sondern die City des niederländischen Städtchens Maassluis. Geangelt wird also vom Gehweg in kleinen Kanälen, die nur wenige Meter breit sind. Von diesen winzigen Gewässern darf man sich jedoch nicht täuschen lassen, denn sie beherbergen große Überraschungen!
Entgegen dem Kunstködertrend darf nur mit totem Köderfisch geangelt werden. Diese Besonderheit lockt deshalb auch Deadbaiter aus dem Ausland an. Zudem wird streng darauf geachtet, dass die Fische schonend behandelt und zurückgesetzt werden, so, wie es in den Niederlanden üblich ist. Die gefangenen Fische werden fotografiert und in ein Fangbuch eingetragen. Wer am Ende des Tages „die meisten Zentimenter“ hat, ist der glückliche Sieger.
In diesem Jahr gelang einem Deutschen der Sieg dieses Wettbewerbs. Christian Chmielewski konnte 5 Hechte Fangen, mit den beachtlichen Längen von 105, 100, 98, 88 und 81 cm. Die Größen sind wieder einmal ein Beweis dafür, das vor allem die großen Fische auf tote Kost stehen. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb von ca. 30 Teilnehmern 17 Hechte gefangen, von denen der größte stattliche 108 cm aufzuweisen hatte.
Christian Chmielewski drillt einen guten Hecht.
Angler, Hechte und Fotografen mitten in der Stadt. Ein verrücktes Bild...
Ganz wichtig: Die Fische werden schonend behandelt und zurückgesetzt.
Auch Classy Catchers Autor und Vorsitzender des Deutschen Hechtangler-Clubs, Uwe Pinnau, war erfolgreich, mit einem ansehnlichen 90er.
Von Wolfgang Kalweit
Fotos: Christian Chmielewski, Uwe Pinnau, Volkmar Strikkers


