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Neue Beitragsreihe: Erfolgreich Posenangeln

posen-teaser„Erfolgreich Posenangeln“ heißt die neue Beitragsreihe bei Classy Catchers. Sukzessive bekommst du alle nötigen Infos über klassische und moderne Posenmodelle, ihre Einsatzgebiete und optimale Bebleiungsmuster. Im diesem ersten Beitrag geht es um die Grundlagen des Posenangelns.

 

Posenangeln ist eine große Kunst. Die Vielzahl der klassischen und aktuellen Posenmodelle wurden für jeweils einen bestimmten Einsatzzweck entwickelt. Das bedeutet: Am Wasser gibt es immer nur eine richtige Pose! Hinzu kommt das richtige Bebleiungsmuster, ohne das die Stärken einer Pose nicht zum Tragen kommen.

In der Beitragsreihe „Erfolgreich Posenangeln“ werden die wichtigsten Posenmodelle, ihre Einsatzgebiete und optimale Bebleiungsmuster vorgestellt. Sie vermittelt das nötige Know-How, mit dem auch du beim Posenangeln Erfolg haben wirst!

Große Vielfalt: In der Beitragsreihe Erfolgreich Posenangeln erfährst du, wie man die wichtigsten Posenmodelle optimal einsetzt. (Fotos: W. Kalweit)Große Vielfalt: In der Beitragsreihe Erfolgreich Posenangeln erfährst du, wie man die wichtigsten Posenmodelle optimal einsetzt. (Fotos: W. Kalweit)

„Wenn du glaubst, dass es egal ist welches Posenmodell man verwendet, da alleine das Können des Anglers ausschlaggebend ist, dann liegst du falsch. Und wenn du glaubst, dass es egal ist welches Posenmodell man verwendet, da alles davon abhängt ob die Fische beißen oder nicht, dann liegst du genauso falsch.“ (Ivan Marks 1978 - einer der erfolgreichsten Angler aller Zeiten)


Bevor es darum geht, die einzelnen Posenmodelle und ihre Einsatzgebiete vorzustellen, müssen einige Grundlagen angesprochen werden:

Nur die richtige Pose fängt
Posen sind nicht nur dazu da um Bisse anzuzeigen, sondern sie befördern auch den Köder zum Fisch, ermöglichen es den Köder in unterschiedlichen Tiefen anzubieten und sie bestimmen die Weise, in der ein Köder präsentiert wird. Es ist klar, dass ein einziges Posenmodell nicht alle Angelsituationen und Formen der Köderpräsentation perfekt abdecken kann. Hinzu kommt, dass Wind und Strömung wiederum erheblichen Einfluss auf das Angeln haben. Die Pose muss es ermöglichen, zu jeder Zeit Kontrolle über sie und die Köderpräsentation zu haben. Es ist klar wohin das führt: Für jede Situation muss das richtige Posenmodell gewählt und richtig eingesetzt werden.

Bebleiung: Absolut ausschlaggebend
Es gibt Angler die glauben, dass die Bebleiung nur dafür da ist, die Pose auszubalancieren. Dabei ist es ungemein wichtig wo man die Bleie auf der Schnur platziert und wo man die Schwerpunkte setzt. Das Bebleiungsmuster bestimmt nämlich in erheblichem Maße wie der Köder präsentiert wird. Und dies wiederum hat Einfluss darauf, ob der Fisch den Köder nimmt oder nicht. Da sich Fische von Tag zu Tag und gar von Stunde zu Stunde unterschiedlich verhalten können, ist es klar, dass es in puncto Köderpräsentation und Bebleiung auch kein Universalrezept geben kann. Man muss daher immer etwas experimentieren, bis der Köder so angeboten wird, wie ihn die Fische am ehesten akzeptieren. Jedoch gibt es einige grundlegende Bebleiungsmuster mit denen man starten kann bevor man Änderungen vornimmt.

Bei der richtigen Verwendung des Bleis kommt es nicht nur darauf an die Pose optimal auszubleien. Die richtige Wahl der Bleigrößen und deren Verteilung auf der Schur sind ausschlaggebend.Bei der richtigen Verwendung des Bleis kommt es nicht nur darauf an die Pose optimal auszubleien. Die richtige Wahl der Bleigrößen und deren Verteilung auf der Schur sind ausschlaggebend.

Auf einer Pose ist in der Regel die Tragkraft aufgedruckt. Sie beschreibt das Bleigewicht das nötig ist, um die Pose optimal auszubleien. Das bedeutet aber nicht, dass man auch diese Gewichte verwenden muss! Steht dort z.B. „3 SSG“, wäre es eine ziemlich grobe Montage, wenn man 3 SSG Bleie auf der Schnur verteilen würde. Es macht vielmehr Sinn, das Gesamtgewicht auf mehrere kleine Bleie aufzuteilen, z.B. in 1 AAA, 2 BB, 2 No. 1, 3 No. 4, 2 No. 8 und ein bis zwei kleine Klemmbleie für die Feinjustierung.

Hier eine Übersicht über die Bezeichnungen der Klemmbleie mit ihrem Gewicht in Gramm (diese variieren von Hersteller zu Hersteller leicht):

LG: 3,0 g
SSG: 1,6 g
SG: 1,2 g
AAA: 0,8 g
AB: 0,6 g
BB: 0,4 g
No. 1: 0,3 g
No. 4: 0,2 g
No. 6: 0,1 g
No. 8: 0,06 g

Wenn in den folgenden Beiträgen die einzelnen Posenmodelle und deren Bebleiungsmuster beschrieben werden, fällt auf, dass die Bleigewichte bei den Schwerpunkten in mehrere kleine Bleie aufgeteilt sind, anstatt ein entsprechendes großes Blei zu nehmen. Dies hat den Grund, da man so beim Anpassen der Bebleiung an die Situation und das Beißverhalten der Fische flexibler ist. So ist es nämlich möglich, einzelne kleine Bleie von einem Schwerpunkt zum nächsten zu verschieben. Würde man nur jeweils ein großes Blei bei den Schwerpunkten setzen, hätte man diese Flexibilität nicht.

Die richtige Rute
Matchruten wurden zum Posenfischen entwickelt und sind deshalb immer eine gute Wahl zum Fang großer Friedfische. Eine 13 Fuß (390 cm) Matchrute ist nahezu universell einsetzbar. Natürlich gibt es auch Situationen in denen kürzere oder längere Ruten effektiver sind, doch die Wahl der Rute ist bei weitem nicht so ausschlaggebend für den Erfolg wie die Wahl der richtigen Pose. Natürlich muss man die Stärke der Rute und der Schnur auf die zu erwartenden Fischgröße anpassen. Für viele Spezialeinsätze gibt es auch spezielle Posenruten, wie beispielsweise extra lange Trottingruten in 15 Fuß.
Verteilt man notwendiger Weise die Bebleiung auf der Schnur, führt dies dazu, dass sich die Montage beim Wurf leichter verwickelt als bei einer Punktbebleiung. Bei Posen, die mit dem Kiel und der Antenne auf der Schnur fixiert werden, sind Unterhandwürfe und Würfe über die Seite am sichersten. Zudem hilft es, wenn das erste Blei genau in der Mitte zwischen Pose und Haken gesetzt wird (dies wird relevant, wenn man in größeren Tiefen angelt).
Grundsätzlich ist auch zu raten, die Tragkraft einer Pose lieber zu schwer als zu leicht zu wählen. Es bringt nichts, wenn man die nötige Wurfdistanz so eben mit einem Gewaltwurf erreicht. Es ist besser, wenn man die Angelstelle bequem überwerfen kann und die Pose dann auf den richtigen Punkt einholt. Zudem ist man so auch noch in der Lage den Futterplatz zu erreichen, wenn Wind aufzieht. Auch bei Strömung macht es keinen Sinn unbedingt leicht zu fischen. Gerade hier kann eine schwere Montage der Schlüssel zum Erfolg sein.

Angeltiefe: Variieren und Ausprobieren
Der Köder muss dort angeboten werden, wo sich die Fische aufhalten bzw. wo sie den Köder ohne Argwohn aufnehmen. Fische fressen auf dem Grund, an der Oberfläche und manchmal irgendwo dazwischen. Starten sollte man in der Regel damit, den Köder unmittelbar (eine Handbreit) über dem Grund anzubieten. Dies ist in vielen Fällen sehr erfolgreich. Erhält man keine Bisse oder die Bisse werden weniger, dann kann man mit der Tiefe experimentieren. Wenn man die Angeltiefe durch Verschieben der Pose verändert, so verändert man auch unweigerlich das Verhältnis der Abstände von Bleien und Pose. Dies hat dann nicht nur Einfluss auf die Angeltiefe, sondern auch auf die Köderpräsentation, da der Köder sich nun anders verhält. Deswegen kann es beim Verstellen der Angeltiefe Sinn machen, neben der Pose auch die Bleie auf der Schnur zu verschieben, um die ursprüngliche Köderpräsentation beizubehalten.

Nur mit der richtigen Pose und der optimalen Bebeleiung holt man das Maximale aus einem Angeltag.Nur mit der richtigen Pose und der optimalen Bebeleiung holt man das Maximale aus einem Angeltag.

Leicht verzögert: Trotting
Beim Trotting lässt man die Pose in einem Fluss mit der Strömung abtreiben. Das Geheimnis dabei ist es, die Pose etwas (!) langsamer als die Strömung treiben zu lassen. Das hängt damit zusammen, dass die Strömung in Grundnähe langsamer ist als an der Oberfläche. Würde man die Pose unkontrolliert abtreiben lassen, so würde sie den Köder quasi hinter sich her ziehen. Für Fische wirkt dies unnatürlich und die Bisse bleiben aus. Ideal ist es, wenn der Köder vor der Schnur, den Bleien und der Pose den Fisch erreicht. Man muss die Schnur also kontrolliert und leicht verzögert freigeben. Verzögert man jedoch zu stark, dann treibt der Köder auf und die perfekte Präsentation ist nicht mehr gegeben. Damit man nicht zu stark verzögert, hatte Ivan Marks einen Tipp parat. Und zwar empfahl er Anfängern ein kleines Klemmblei einige Zentimeter über der Pose anzubringen. Sobald sich dieses Blei aus dem Wasser hebt weiß man, dass man zu stark verzögert. Die Kontrolle der Schnur beim Trotting muss man üben. Da dies mit der Centrepin wesentlich einfacher geht, ist sie eigentlich das perfekte Rollenmodell für diesen Einsatzzweck.

Ausblick
In den folgenden Beiträgen bekommst du nun die einzelnen Posenmodelle, deren Einsatzgebiete und die optimalen Bebleiungsmuster vorgestellt, angefangen mit der Stick-Pose, die eine Geheimwaffe für tiefe und langsam strömende Rinnen ist. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Von Wolfgang Kalweit

 

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