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Erfolgreich Posenangeln (1): Die Stick-Pose

stick-teaserIm ersten Teil der der Beitragsreihe „Erfolgreich Posenangeln“ steht die Stick-Pose im Mittelpunkt. Sie ist die Geheimwaffe für tiefe und langsam strömende Rinnen ohne Turbulenzen, in denen sich große Rotaugen, Haseln und Döbel verstecken.

Die Stick-Pose. (Fotos: W. Kalweit)Eigenschaften: Die Stick-Pose ist eine Fließwasserpose und entspricht der traditionellen Krähenfederkiel-Pose. Ihre Besonderheit ist, dass sie aus Bambus und Balsaholz hergestellt wird, wodurch sie eine spezielle Balance erhält. Der untere Teil besteht traditionell aus schwerem Bambus und der obere Teil aus leichtem Balsa. Viele moderne Stick-Posen werden mittlerweile jedoch aus Kunststoffen gefertigt. Der obere Teil besteht dann aus auftreibendem Hartschaum und der untere Teil aus massivem, schwerem Plastik.

„Eine gute Stick-Pose ist unbezahlbar; eine schlechte nur ein Ärgernis!“ (Ivan Marks, 1978)

Einsatzgebiet: Die Stick-Pose ist nur in ganz bestimmten Situationen optimal. Sie ermöglicht dann aber eine Köderpräsentation, die vor allem für Rotaugen, Haseln und Döbel sehr attraktiv ist. Bei der Stick Pose muss besonders darauf geachtet werden, dass man sie korrekt wirft und korrekt bebleit. Wie sagte Ivan Marks zum Angeln mit der Stick-Pose: „Ignorierst du die Grundlagen, dann fischst Du besser mit einer hölzernen Wäscheklammer.“
Die optimale Tiefe, in der man die Stick-Pose fischt, liegt bei 1,2 m bis 1,80 m. Alles über eine Tiefe von 2,4 m lässt die Stick-Pose an ihre Grenzen stoßen. Die Strömung muss gleichmäßig und nicht zu stark sein. Der ideale Angelplatz für eine Stick-Pose ist eine gleichmäßig strömende Rinne von ca. 1,8 m Tiefe ohne Kraut, ohne Hindernisse, ohne Turbulenzen und gefüllt mit einem Schwarm großer, hungriger Rotaugen.
Die Stick-Pose ist nicht für das Distanzfischen ausgelegt, sondern eignet sich eher für den Nahbereich. Schließlich sollte die Stick-Pose nicht bei starkem oder stromab gerichtetem Wind gefischt werden (dann kann man sie kaum noch verzögern). Sind die Bedingungen aber optimal, ist die Stick-Pose unschlagbar.

Montage und Bebleiung: Die Stick-Pose wird immer mit einem Posengummi unten und oben befestigt. Egal bei welcher Wassertiefe, das schwerste Blei wird immer direkt unter der Stick-Pose angebracht. Bei einer Wassertiefe von 1,8 m und weniger wird das Blei in gleichmäßigen Abständen verteilt, wobei die Gewichte zum Haken hin abnehmen. Bei Tiefen über 1,8 m wird es genauso gemacht, außer dass das erste Blei (nicht das unter der Pose, dieses bleibt) in der Mitte zwischen Pose und Haken platziert wird.

Optimale Verteilung der Bleie beim Angeln mit dem Stick und einer Wassertiefe von weniger 1,8 m. (Zeichnungen: W. Kalweit)Optimale Verteilung der Bleie beim Angeln mit dem Stick und einer Wassertiefe von weniger 1,8 m. (Zeichnungen: W. Kalweit)

Optimale Verteilung der Bleie beim Angeln mit dem Stick und einer Wassertiefe von mehr als 1,8 m. Optimale Verteilung der Bleie beim Angeln mit dem Stick und einer Wassertiefe von mehr als 1,8 m.

Handhabung: Stick-Posen sollten mit einem Unterhandwurf ausgebracht werden, da dies vor Verwicklungen schützt. Auch landet die Montage so in einer geraden Linie und ist fangbereit ab dem Auftreffen auf die Oberfläche. Durch das große Blei direkt unter der Pose und das gleichmäßige Absinken der Bleie erkennt man die Bisse ab der ersten Sekunde. Die optimale Einstell-Tiefe findet man erst heraus, wenn man die Pose einige male durch den ausgewählten Angelplatz treiben lässt. Optimaler Weise stellt man sie ca. 15 cm tiefer ein, als der Angelplatz tief ist. Die Stick-Pose wird wie beim Trotting üblich leicht verzögert gefischt (siehe Absatz Trotting), deshalb ist es notwendig die Montage etwas tiefer einzustellen.

Von Wolfgang Kalweit

 

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